Die Omayyaden

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Ein beitrag von www.eslam.de

Muawiya ibn Abu Sufyan ist der erste Kalif der Umayyaden und maßgeblich an den ersten großen innerislamischen Kriegen verantwortlich.

Als Sohn von Abu Sufyan und Hind bint Utba wurde er 603 n.Chr. in Mekka geboren und gehörte er lange Jahre zu den ärgsten Feinden des Islam. Selbst bei der Befreiung Mekkas, als seine Eltern zumindest äußerlich den Islam annahmen, weigerte er sich und verließ die Stadt. Erst als er die Ausweglosigkeit seines Widerstandes erkannte, nahm er im gleichen Jahr (630 n.Chr) den Islam an. Spätere Überlieferer [rawi] versuchten ihn bereits zu Schlacht von Chaibar auf der Seite des Islam darzustellen, und dass er angeblich ein Schreiber des Propheten Muhammad (s.) gewesen sei, aber derartige Überlieferung erfolgten auf Befehl der Umayyaden.

Nachdem Prophet Muhammad (s.) zu seinem Schöpfer zurückgekehrt war ernannte ihn Umar ibn Chatab – obwohl so viele treue Gefährten lebten – im Jahr 639 n.Chr. zum Statthalter der eroberten Provinz Schaam und Muawiya richtete für sich einen Palast in Damaskus ein.

Nach der Ermordung des Kalifen Uthman ibn Affan (656 n.Chr.) sah Muawiya die Gelegenheit reif, die Macht an sich zu reißen. Muawiya schlug sich auf die Seite der Feinde des amtierenden Kalifen Imam Ali (a.), zumal Imam Ali (a.) ihn als Gouverneur von Damaskus wegen dessen Korruption und Tyrannei entlassen hatte. Muawiya weigerte sich seine Stellung aufzugeben, was zur Schlacht von Siffin führte. Prophet Muhammad (s.) hatte seinem Gefährten Ammar ibn Jasir in einer von allen Muslimen akzeptierten Überlieferung prophezeit, dass er von einem verrufenen [fasiq] Volk ermordet werden würde. Ammar wurde bei der Schlacht Märtyrer. Als Muawiya die Schlacht fast verloren hatte, bestach und trickste er die Mehrheit von Imam Alis (a.) Armee aus und veranlasste sie darauf zu bestehen, den Disput durch einen Schiedsspruch zu schlichten, an dem Abu Musa al-Aschari verwickelt war. Mit derselben Methode gelang es ihm, dass der Schiedsmann ein Urteil zu seinen Gunsten fällte.

Muawiya missbrauchte den Islam nur für seine Macht und den Ruhm. Er zögerte nie damit die islamischen Gesetze mit Füßen zu treten. Wenn ihm ein Ausspruch des Propheten Muhammad (s.) nicht passte, befahl er, diesen aus allen Aufzeichnungen herauszureißen oder durch entgegengesetzte Überlieferungen zu entkräften. Eine großen Dienst leistet ihm dabei u.a. Abu Huraira.

Muawiya hasste Imam Ali (a.) und alle Mitglieder der Ahl-ul-Bait (a.). Jeder der es wagte etwas zugunsten der Ahl-ul-Bait (a.) zu sagen, wurde ermordet oder in die Kerker geworfen. Muawiya verordnete, dass die Ahl-ul-Bait (a.) von den Kanzeln [mimbar] aus beschimpft werden müsste. Nach dem Martyrium Imam Alis (a.) sorgte Muawiya dafür, dass Imam Hasan (a.) isoliert wurde. Imam Hasan (a.) wurde zunehmend bewusst, dass die Leute sich von ihm zurückzogen, wie auch die ruchlosen Absichten der Chawaridsch. Nur wenige Vertraute blieben bei ihm, die den Soldaten Muawiyas nichts entgegenzusetzen hatten. Muawiya schrieb ihm einen Brief über einen Vertrag zum Waffenstillstand und Frieden. Der als Friedensvertrag Imam Hasans (a.) in die Geschichte eingegangene Vertrag wurde durch die geschickte Verhandlungsführung Imam Hasans (a.) zu einer Offenlegung von Muawiyas Ruchlosigkeit. Muawiya gab allen Bedingungen Imam Hasan (a.) statt, schloss einen Vertrag mit ihm darüber und schwor, sich daran zu halten. Als der Friedensvertrag unter diesen Bedingungen geschlossen worden war, reiste Muawiya weiter, bis er al-Nuchaila erreichte. Das war an einem Freitag, und er betete mit den Leuten das Vormittagsgebet [dhuha al-nahar], und er hielt ihnen folgende Rede:

„Bei Allah, ich habe euch nicht bekämpft, damit ihr betet, noch dass ihr fastet, die Hadsch verrichtet oder Zakat gebt. In der Tat tut ihr das schon. Vielmehr habe ich euch bekämpft, damit ich über euch Macht gewinne, und Allah hat mir dies gegeben, als ihr unwillig wart (Ihm zu gehorchen). In der Tat bin ich von al-Hasan gebeten worden, ihm etwas zu geben, und ich gewährte ihm einige Dinge. All das ist nun zu meinen Füßen, und von jetzt an werde ich mich ihm gegenüber an nichts mehr halten.“

In jener Zeit entstanden zahlreiche Lügengeschichten über Imam Hasans (a.) angebliche Heiratsfreudigkeit, um ihn zu diskreditieren.

Dann reiste er weiter, bis er in Kufa eintraf, wo er sich einige Tage aufhielt. Als der Treueid von den Einwohnern Kufas geleistet werden sollte, stieg er auf die Kanzel [mimbar] und hielt den Leuten eine Ansprache mit Beschimpfungen der Ahl-ul-Bait (a.).

Muawiya begann mit der Sicherung der Herrschaft der Umayyaden. Mit Hilfe von Amr ibn Aas kontrollierte er Ägypten, nachdem er zuvor Malik al-Aschtar ermorden ließ. Letztendlich hielt er sich an keinen einzigen teil des Friedensvertrags mit Imam Hasans (a.) und ließ letzten durch seine eigene Frau ermorden. Entgegen der Vereinbarung im Friedensvertrag führte er die Erbmonarchie ein und setzte seinen Sohn Yazid ibn Muawiya als seinen Nachfolger ein, was später zur Tragödie von Aschura führte.

Muawiya I. starb am 20. Radschab 60 n.d.H. (18. April 680 n.Chr.) in Damaskus, wo er auch bestattet wurde. Er hatte über 20 Jahre tyrannisch über die Muslime geherrscht. Über seine Glaubwürdigkeit gibt es einen Disput unter Muslimen. Während Sunniten ihn für glaubwürdig einstufen, gilt er bei Schiiten als Verbrecher. Bereits die von ihm eingeführte Erbmonarchie wird als unislamisch gebrandmarkt.

Der Prophet s.a.w bat Ibn Abbas, der noch sehr jung war den Muawia Ibn Abu Sufyan zu holen. Er machte sich auf dem Weg zu Muawia und er sah ihm beim Mahl und lief darauf hin zurück zu Muhammad s.a.w und sagte: “Ya Rasulullah er ist am essen”. Der Prophet schickte Ibn Abbas das zweitemal und beim drittenmal sagte Er s.a.w bei seiner Rückkehr: “Möge Allah der Herr der Welten sein Magen niemals sättigen”. [sahih muslim2604] (Kutub-i Sitte: Band 13)

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2 Responses to Die Omayyaden

  1. Sam says:

    Selam , endlich schreibt mal einer Wahres über den Verbrecher. Wenn Sunniten ihn angeblich für glaubwürdig einstufen so möge Allah der Allmächtige diese mit Muawija auferstehen lassen. Ich mag als Sunnit nicht dazu gehören wollen.

  2. Nach dieser Information hatte ich gesucht, vielen Dank!

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