Wie die Frauen ihrer Rechte beraubt wurden

1. Zu behaupten, der Ehemann habe das Recht, seine Frau zu schlagen:

Beim Thema “schlagen der Ehefrau” treten jedoch zwei Ungereimtheiten gleichzeitig auf. Bei der zweiten wird ein Gebot aus Sure 4 Vers 34 instrumentalisiert. Es handelt sich um ein Gebot, daß aus dem Wort “darb” abgeleitet wird, welches im Arabischen rund zwanzig verschiedene Bedeutungen annehmen kann. (wie z.B. Ein Gleichnis stellen, sich anziehen, auf die Reise Schicken, des Heims verweisen etc.)  Gemäß der traditionellen Konvention bedeutet es “schlagen”. Nun läßt sich aber das Wort in diesem Koranvers nicht mit “schlagen” übersetzen. Und zwar aus verschiedenen Gründen. Der wichtigste liegt im Verhältnis des Propheten des Islams selbst. Im betreffenden Koranvers ist das Wort im Sinne von “des Heims verweisen, auf die Reise schicken” verwendet worden. Alle anderen möglichen Übersetzungen passen einfach nicht zum Geist und Gehalt dieses Verses.
Als sogenannte “Halsbandaffäre” wurde jener Vorfall bekannt, bei dem man Aischa, die Frau des Propheten, der ehelichen Untreue bezichtigte. Der Koran beschäftigt sich in Sure 24 ausführlich mit diesem Thema und entlastet Aischa. Als man seine Frau Aischa der ehelichen Untreue bezichtigte, hat der Prophet Muhammad sie nicht geschlagen oder schlagen lassen. Er verwies sie des Hauses und gebot ihr die Rückkehr in das Haus ihres Vaters Abu Bakr. In Sure 4 Vers 34 werden wir Zeuge, wie sich der Prophet und die Seinen verhalten haben.
Der 34. Vers enthält also kein Gebot, die Frau zu schlagen. Der Koran gibt dem erregten Ehemann nicht das Recht, seine Frau zu schlagen, sondern dreierlei Maßnahmen zu ergreifen: 1. Die Ermahnung, 2, die Trennung von Tisch und Bett, 3, sollten sich nach den zwei Maßnahmen nichts gebessert haben, dann sollte sie für eine bestimmte Zeit “des Hauses verwiesen” werden. (Y.N.Ö.- Der verfälschte Islam)

Aufgrund der Offenheit der arabischen Sprache sind beide Übersetzungen grammatikalisch, syntaktisch und formal inhaltlich korrekt. Der Ausdruck qawwamuna ala an-nisa kann verstanden werden als: die Frauen  überwachen, beschützen, unterstützen, sorgen für, sich kümmern um und Aufsicht führen. Adribuhunna, dass Fakhry mit schlagt sie wiedergibt, kann auch bedeuten: wendet euch von ihnen ab,  fahrt fort mit ihnen und erstaunlicherweise auch habt Verkehr mit ihnen in gemeinsamem Einverständnis. (siehe hierzu “ Hayat Kitabi Kur`an, S.157 Fußnote 5, Mustafa Islamoglu).

Das kein Mann das Recht hat seine Frau im wörtlichen Sinne zu schlagen, wird von den Aussagen und Empfehlungen des Propheten Muhammad deutlich unterstrichen: Die Frauen sind die Zwillingshälften der Männer. Gott erlegt euch auf, eure Frauen gut zu behandeln, denn sie sind eure Mütter, Töchter und Tanten. Die ihre Frauen schlagen, handeln nicht gut. Gib deiner Gattin gute Ratschläge und schlage sie nicht wie einen Sklaven. Die Rechte der Frau sind heilig. Sorge dafür, dass ihr die Rechte gegeben werden, die ihnen zustehen. (siehe hierzu die Botschaft des Koran “Muhammad Asad“, S.158 Fußnote 45 aber auch Salim Abdullah in Islam, S.126.)

2. Zu behaupten, Frauen müßten im Haus bleiben:

Menschen, die meinen, Frauen hätten im Haus zu bleiben, geht es im Kern darum, diese von Bildung und Ausbildung auszuschließen. Denn gebildete Frauen wehren sich dagegen, wie ein Möbelstück behandelt zu werden. Damit es nicht soweit kommt, dachte man sich, sei es gut, Präventivmaßnahmen zu ergreifen: Die Frau ins Haus zu verbannen und ihr den Zugang zu Bildung und Ausbildung zu verwehren. Selbst die für die Frauen des Propheten, die ganz besonderen Regeln unterworfen waren und sich in einer sehr speziellen Situation befanden, existierte kein solches Gebot. Aischa, die Frau des Propheten, hat dies öffentlich bekundet, das Haus verlassen und am öffentlichen Leben teilgenommen. Sie trat sogar ins Militär ein und leistete Dienst als militärische Befehlshaberin. Y.N.Ö. – Der verfälschte Islam

3. Zu beheaupten, Frauen dürfe man nicht die Hand geben:

Solch ein Gebot existiert weder im Koran, noch gibt es irgendein Hadith, das die Berührung von Mann und Frau bei der Begrüßung verbieten würde. Es gehörte zur Charaktereigenschaft des Propheten, daß er die Rechte Hand auf das Herz legend, und leicht mit dem Kopf nickend Frauen begrüßte. Schließlich hat der Prophet auch keine Zwiebeln, keinen Knoblauch, keine Innereien und kein Wild verzehrt, und dennoch galten diese Dinge nie für irgend jemand als religiös verboten. Einige Gruppierungen, die sogenannten >>Salafiten<< kommen mit dem Argument, daß die rote Ampel bereits mit der berührung der Hände anfängt. Doch Sinnvoller wäre, wenn sie im Kopf beginnen würde. Hierbei geht es um ganz individuelle, in der Persönlichkeit des Propheten angelegte Verhaltensweisen, und jedermann weiß, daß diese nicht allgemein verbindlich sind.

4. Zu behaupten, der Islam befehle die Geschlechtertrennung im öffentlichen Raum:

Bei der Geschlechtertrennung im öffentlichen Raum, die Frauen aus dem Leben verbannt und in geistige und seelische Krisen führt, handelt es sich um alte arabische Sitten und Gebräuche. Diesen Sitten und Gebräuchen zufolge hat man sich wie folgt zu verhalten:

Frauen und Männer müssen getrennt sitzen. Praktiziert wird dieser nicht-islamische Brauch, indem Frauen und Männer zu Hause, am Arbeitsplatz, bei Feiern zur Beschneidung der Jungen, Hochzeiten, Konferenzen, Beerdigungen und gemeinsamen Essen an getrennten Orten platziert werden. Vers 61 der Sure 24 legt jedoch ausdrücklich fest, daß Frauen und Männer gemeinsam speisen können.

Der politische Islam, der den Islam auf übelste Weise instrumentalisiert, war in jüngster Zeit bemüht, dieser Auffassung auch in Schulen, Nachhilfeinstituten oder gar Krankenhäusern Geltung zu verschaffen. Damit hat er das Alltagsleben der Muslime in ein absolutes Chaos verwandelt, hat Menschen gegeneinander aufgehetzt und bewirkt, daß Muslime einander mit Mißtrauen begegnen. Und er bereitete so den Boden dafür, daß Muslime in den Augen der Welt als lüsterne Menschen mit unguten Hintergedanken erscheinen.

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7 Responses to Wie die Frauen ihrer Rechte beraubt wurden

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