Wer gelangt ins Paradies?

Der Koran betrachtet das Paradies nicht als eine  Angelegenheit eines irgendwie verbrieften Rechts, sondern in Verbindung mit dem menschlichen Tun. Die Taten und das Streben des Menschen sind Voraussetzungen für die Erlangung des Paradieses, garantieren jedoch keinen Anspruch. Deshalb kritisert der Koran jene, die das Paradies als das natürliche Recht der Angehörigen der eigenen Religionsgemeinschaft betrachten. Dem Weg eines Propheten in seinem Alltag zu folgen sind Voraussetzung für das Erlangen von Vollkommenheit, darf es jedoch nicht zu den unabdingbaren Voraussetzungen für das Erlangen des ewigen Lebens zählen. Das Paradies ist das Symbol der ewigen Erlösung, Lohn derer, die sich ewiges Leben und Unsterblichkeit verdient haben. Der Koran benennt die drei wichtigsten Bedingungen, die erfüllt sein müssen, um diesen Lohn empfangen zu dürfen: 1. Der Glaube an Gott. 2. Der Glaube an das Jenseits. 3. Seinen Beitrag zum Wohle des Friedens, des Guten und des schönen geleistet zu haben. Zwar spricht der Koran in Sure 3:19 von >>Siehe, die einzige Religion in der Sicht Gottes ist der Islam…<<, doch wir dürfen das Wort >Islam< nicht als eine Institution einer bestimmten Gemeinschaft definieren, sondern so wie es die Araber verstehen. Nämlich >Hingabe an Gott<. In dieser Hinsicht bezeichnet der Koran alle Religionen, die sich seit Adam, dem ersten Menschen und Propheten, an die Offenbarung anlehnen, mit dem Begriff Islam. In diesem Vers wird nun der Religion ein Name gegeben.  Das Wort Christentum oder Judentum findet sich weder im Evangelium, noch in der Thora. Darüber hinaus wurden diese Namen, zumindest im Fall des Christentums, von Außenstehenden ersonnen, nicht von den eigenen Anhängern. Im Koran werden diese drei Bedingung, die für die Erlangung des ewigen Lebens notwendig sind genau erläutert und beschrieben. in Sure 2:62 und in Sure 5:69 heißt es: >>Wahrlich, jene, die Glauben (an die göttliche Schrift) erlangt haben, wie auch jene, die dem jüdischen Glauben folgen, und die Christen und die Sabier – alle, die an Gott und den Letzten Tag glauben und rechtschaffene Taten tun, die haben gewiss ihren Lohn bei ihrem Erhalter, und keine Furcht brauchen sie zu haben, noch sollen sie bekümmert sein.<<.

Ein ganz wichtiger Vers zu diesem Thama sollte ebenfalls brücksichtigt werden. Nämlich die Sure 4:98 wo es heißt: >> Aber ausgenommen sein werden die wahrhaft Hilflosen (die den rechten Weg nicht finden können), seien sie Männer oder Frauen oder Kinder, die keine Kraft hervorbringen können und denen der rechte Weg nicht gezeigt worden ist.<< Dieser Vers impliziert, daß sie hilflos verwirrt sind und daher diese grundlegende Forderung des Islam nicht begreifen können; oder auch, daß die auf diese Forderung bezogene Botschaft ihnen nicht angemessen übermittelt und erklärt worden ist (Muhammad Asad – Die Botschaft des Koran). Dies zeigt auch, das die Islamischen Länder und die in Europa lebenden Muslime eine große Verantwortung tragen, den Islam mit Aufrichtigkeit und mit gutem benehmen vorbildlich zu übermitteln. Erfolgt dies nicht, sollte man mit dem finger statt auf andere, erst  zu sich selber zeigen.

Es gesteht keinem Menschen die Erteilungsbefugnis für den Eintritt eines Menschen ins Paradies zu. Welcher Mensch auch immer diese drei Bedingungen erfüllt wie es gefordert ist, wird sich diesen Lohn verdienen. Mit deutlichen Worten benennt der Koran diese Wahrheit auch in Sure 4 Vers 48 und 116: >>Siehe, Gott vergibt nicht, daß man Ihm Götter beigesellt, doch verzeiht Er im übrigen, wem Er will.<<

Siehe hierzu Yasar Nuri Öztürk: Der verfälschte Islam -und 400 Fragen zum Islam.  Grupello Verlag

Ali Ünal: Der Koran und seine Übersetzung/Anmerkung zu 3:19 – Fontaene-Verlag

Muhammad Asad – Die Botschaft des Koran

Zum Thema “Aufhebung der Koranverse” >>hier<< drauf klicken!

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