Der Glaube an die Wiedererscheinung des Messias am jüngsten Tag

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Der Glaube an einem Messias der als Zeichen des Jüngsten Tages erscheinen wird, befindet sich nicht im Koran, sondern in Hadithen.

Die Figur des Messias ist die Figur eines Erretters im Gegenwand von politischen Führern, Staatsoberhäuptern oder Personen mit materialistischen Führungsansprüchen. In der islamischen Welt von heute erleben wir dies als Implementierung von Glaubensvorstellungen über einen Messias (Erretter) aus dem Juden und Christentum. Die Juden glaubten, dass der Prophet Elias in den Himmel aufgestiegen sei und am Jüngsten Tag zur Errettung der Erde zurückkehren werde. In der Welt des Christentum, deren Religionslehre unter Paulus Form und Gestalt annahm, hat man dieselben Vorstellungen im bezug auf Jesus am Leben gehalten. Als Wiederholung der Auffassung, dass Jesus wiederkommen werde, hat dieser Glaube leider auch in der islamischen Glaubenslehre Eingang gefunden. Zu Zeiten der omaijadischen Tyrannei hat man einen Erlöser namens Sufyani erwartet. Später sind solcherlei Vorstellungen als Glaube, Jesus werde vom Himmel herabsteigen, in den Sunnismus und als Vorstellungen vom erwarteten Erlöser auch in den Schiismus eingegangen.

Wenn Völker, die unterdrückt werden, weil sie ihren Verstand nicht gebraucht und nicht zur rechten Zeit aktiv geworden sind, besonders starke Bedrückung erleiden, richten sie ihre Ertwartungen auf einen Erlöser. In der islamischen Welt sind die Hoffnungen auf einen Erlöser von schiitischen und alevitischen Gläubigen gehegt worden, die im Verlauf der Geschichte am stärksten unterdrückt worden sind. Unter dem Terminus >>der erwartete Erlöser<< (Mehdi muntazar) hat man solche Erwartungen mit der Zeit zum unabdingbaren Bestandteil des Glaubensbekenntnisses gemacht

Die Zeiten, in denen Rechtleitung von Menschen erwartet wurde, sind vorbei. Denn mit der Offenbarung des Korans ist die Zeit der Prophetenschaft abgeschlossen. Jeder Messias braucht einen Feind, den sogenannten falschen Messias als Gegenspieler (dajjal). Im Christentum ist das der Antichrist. Das ist eine Person, die den politischen und wirtschaftlichen Interessen jenes selbsternannten Messias den größten Schaden zufügt. Von der koranischen Offenbarung her betrachtet, ist eine Koexistenz der Dogmen des Mehdi und Muhammad als dem letzten der Propheten ausgeschlossen. Wenn eines der beiden Dogmen wahr ist, ist das andere falsch. Der Koran hat die Periode beendet, in der Personen Vorbilder in der Rechtleitung waren, und hat stattdessen Werte in den Vordergrund gerückt. Die Quelle dieser Werte ist der Koran.

Nach der Offenbarung des Korans auf einen Mehdi zu warten ist nur möglich, indem man den Koran zu einem unvollkommenen Werk erklärt. Wer den Koran als vollkommen erachtet, der bedarf keines Messias mehr.

Die Hadithe über dieses Thema die als authentisch gelten, sind frei erfunden und befinden sich stark im Widerspruch zu den koranischen Lehren. (Y.N.Ö. – Der verfälschte Islam)

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4 Responses to Der Glaube an die Wiedererscheinung des Messias am jüngsten Tag

  1. Danke für diesen tollen Post. Jedoch ist dieser Artikel schon etwas älter, dafür aber immer noch absolut aktuell. Ich würde mich freuen, wenn noch mehr solche Post veröffentlicht werden.

  2. Muslim of 21st Century says:

    Ich muss Ihre Ansicht grundlegend kritisieren. Sura As-Saff Vers 6 und Sura Al-Juma Vers 2-3 stehen in eindeutigem Widerspruch zu ihrer Aussage. Dass eines Erretterfigur im Islam verheißen wurde, ist keine bloße Einbildung, insofern Sie an die Authetizität des Quran glauben. Außerdem sind für den Muslim auch de vorherigen göttlichen Bücher, die zwar verfälscht aber nicht gänzlich abzuweisen sind (insofern im Einklang mit dem Quran) auch gefüllt von Zeichen der “Endzeit”, wo Allah den Menschen durch den Messias Beistand zeigt.
    Hierbei ist Sure Al-Maedah Vers 116-117 zu beachten, denn Jesus selbst würde nicht wieder erscheinen, er ist gestorben, wie alle anderen Propheten auch.
    Siehe hierzu folgende verse in Kombination: Sure Al-Imran Vers 144 und Sura Al Maedah Vers 75. (Wenn das eine zutrifft, muss das andere auch zutreffen.)

    Die Überlegenheit einer Lehre vor anderen wird auch dadurch gekennzeichnet, ob es einem Menschen ermöglicht wird die Nähe Allahs zu erreichen. Siehe Sura Al Nisa Vers 69. Dieser Weg kann heute nicht versperrt sein, denn die Attribute Allahs sind ewig und unveränderlich. Er hört, sieht, antwortet heute genauso wie vor 1400 Jahren.

    Die Rechtmäßigkeit dervon Ihnen angeprangerten Hadithe ist allein durch das Eintreffen der Zeichen der Endzeit bestätigt. Vergleichen Sie die Inhalte der von Ihnen als Schwach eingestuften Hadith zum Dajjal und der Ankunft des Mahdi mit den heutigen Entwicklungen.

    Eine Ablehnung zentraler Glaubensartikel aus Verzweiflung, da die Hilfe Gottes scheinbar heute ausbleibt, sind nicht zulässig und führen letztlich zum Glaubensabfall. Erkennen Sie die Zeichen der Zeit.

  3. Baycan Yanar says:

    Guten Tag und Danke für ihre Kritik.

    Die Verse die Sie angaben sind durch ihre Interpretation zu einem ganz anderen Kontext gelandet. Zum Thema möchte ich Ihnen folgenden Artikel nicht vorenthalten:

    http://tavhid.de/?p=1081

  4. Ecevit says:

    Selam alaikum,

    Gott sandte Propheten und Gesandte, um die Religion zu erneuern bezw. aufzufrischen. Der Koran erklärt eindeutig, dass die Religion (Islam) vervollständigt ist, und somit auch nicht notwendig ist, dass ein Prophet mehr erscheinen wird: “Heute habe Ich euren Glauben für euch vollendet und habe Meine Gnade an euch erfüllt” (5:3).

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