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	<description>WISSEN KONTROLLIERT DEN GLAUBEN</description>
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		<title>Die Polygamie (Mehrehe im Islam)</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Apr 2013 10:00:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Baycan Yanar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[PDF DOWNLOAD Der Vers dazu lautet: &#62;&#62;Und falls ihr befürchtet, dass ihr ihre Rechte nicht in angemessener Weise wahren könnt, wenn ihr die Waisenmädchen (in eurer Obhut) heiratet, dann heiratet andere Frauen (die euch zur Ehe erlaubt sind), so wie &#8230; <a href="http://tavhid.de/?p=460">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://tavhid.de/wp-content/uploads/2010/04/Die-Polygamie-Mehrehe-im-Islam-TAVHID.pdf"><span style="color: #0000ff;">PDF DOWNLOAD</span></a></strong><a href="http://tavhid.de/?p=460"><img class="aligncenter size-full wp-image-524" title="polygamie" alt="" src="http://tavhid.de/wp-content/uploads/2010/04/polygamie.jpg" width="600" height="248" /></a></p>
<p>Der Vers dazu lautet:</p>
<p><strong>&gt;&gt;<em>Und falls ihr befürchtet, dass ihr ihre Rechte nicht in angemessener Weise wahren könnt, wenn ihr die Waisenmädchen (in eurer Obhut) heiratet, dann heiratet andere Frauen (die euch zur Ehe erlaubt sind), so wie sie euch gut erscheinen, zwei, drei oder vier. Doch wenn ihr (hinsichtlich eurer ehelichen Pflichten) befürchtet, sie nicht (alle) gleich behandeln zu können, dann gebt euch mit nur einer zufrieden, oder mit euren Gefangenen, die eure Rechte besitzt. Dies kommt dem am nächsten, dass ihr kein Unrecht begeht.</em>&lt;&lt;</strong> <em>Sure 4 Vers 3</em></p>
<p>Dies darf natürlich nicht<span id="more-460"></span> dahingehend missverstanden werden, dass der Koran die Gläubigen zur Mehrehe ermutigt oder dass die Polygamie als ein Idealzustand anzusehen ist. Mit anderen Worten, der Koran toleriert die Mehrehe oder gestattet sie, mehr aber auch nicht. Doch aus welchem Grund erklärt er die Polygamie für Legitim? Bei Starkem Männermangel, wie nach großen Kriegen, kann es vor allem für Frauen ein Segen sein, dass dieser unabänderliche und weise Vers versorgungsbedürftigen Frauen, vor allem Kriegerwitwen mit Kindern, den Weg zur Zweitehe offenläßt und vaterlose Haushalte verringern will.<em><strong> &gt;&gt;Ali Ünal, Der Koran und seine Übersetzung, Fontäne-Verlag&lt;&lt;</strong></em></p>
<p>Der Koran hatte die Ehe mit bis zu vier Frauen unter anderem an die Bedingung der Gleichbehandlung geknüpft: <em>&gt;&gt;<strong>Doch wenn ihr fürchtet, ihnen nicht gerecht werden zu können, heiratet nur eine [...]&lt;&lt;; </strong></em>fast im gleichen Atemzug hatte Gott den potentiellen, mit einer polygamen Ehe liebäugelnden Männern versichert, dass diese Bedingung für sie unerfüllbar ist in Sure 4 Vers 129: &gt;&gt;<em><strong>Euch wird es niemals möglich sein, in Gerechtigkeit gegen eure Ehefrauen zu verfahren, wie sehr ihr es euch auch wünschen möchtet.&lt;&lt; </strong></em></p>
<p>Kann es eine deutlichere und gewichtigere Misstrauensbekundung gegen Mehrehen geben?<em><strong> &gt;&gt;Murad W. Hofmann, Der Islam im 3. Jahrtausend.&lt;&lt;</strong></em></p>
<p>&#8220;Reformistische Islamisten glauben, dass es möglich ist, sich zu modernisieren und zugleich muslim zu bleiben. Bedauerlicherweise aber müssen wir sehen, dass dieser Glaube nicht auf einer ernsthaften Auseinandersetzung mit dem Koran und den Fakten beruht. So ist der Koran diesem Diskurs zufolge gegen Polygamie: Aus betreffenden Koranstellen könne man keine Zustimmung zum Heiraten von mehr als einer Frau herauslesen. Eine solche Auslegungsentwicklung wiederspricht den historischen Fakten. Mit einem derartigen Ansatz kann man den Koran alles Mögliche sagen lassen.&#8221;<strong></strong><em><strong> (Prof. Dr. Ömer Özsoy &#8211; [Erneuerungsprobleme zeitgenössischer Muslime und der Koran] übersetzt von Felix Körner &gt;Alter Text &#8211; neuer Kontext; Koranhermeneutik in der Türkei heute&lt; S. 21-23; Herder Verlag<br />
</strong></em></p>
<p>Zu bedenken ist aber auch, dass der Koranvers unmittelbar nach der Schlacht von Uhud offenbart wurde. In diesem Krieg starben 70 muslimische Männer im Gefecht mit den Mekkanern, die größtenteils Kinder und Frauen hinterließen <strong>(Maududi, Tefhimul Kuran, Bd. 1, S. 321).</strong></p>
<p>Es gibt Überlieferungen, die ein Verbot der Mehrehe ausdrücken. Erinnern wir uns zum Beispiel, was geschah, als Ali, der Ehemann von Mohammeds Tochter Fatima, eine zweite Frau heiraten wollte. Laut dem Koran war es ja erlaubt, aber Mohammed verweigerte Ali seine Zustimmung. Als Vater hat Mohammed nicht zugestimmt, weil er annehmen musste, dass eine zweite Ehefrau an Alis Seite für seine Tochter leid bedeuten würde <em><strong>[Bukhari 5230 &amp; ibn Mace, Nikah, 56]. </strong></em>Deren historischer Kontext ist jedoch unklar, weshalb der Prophet diese Ehe verweigert haben soll. Die anderen engen Gefährten des Propheten waren jedoch mit mehr als einer Frau verheiratet gewesen. Laut Bukhari wollte Ali ibn Abu Talib die Tochter von Abu Jahil (Einer der größten Feinde des Propheten) heiraten. Dies veranlasste dem Propheten es ihm zu verbieten, in dem er sagte, dass die Tochter des Gesandten und die Tochter des Gottesfeindes nicht gleichzeitig im Ehebund eines Mannes stehen können. Der Gesandte verbot Ali also laut dem Kontext nicht die Mehrehe, sondern die Ehe mit einer bestimmten Frau <strong>(Siehe Buhari, “Fezailu ashabi’n-nebi” 16: “Nikah” 109).</strong></p>
<p><strong><em>(Dass Ali ibn Abu Talib die Tochter von Abu Jahil heiraten wollte lehnen wir jedoch strikt ab. Weshalb soll gerade Ali, die Tochter von Abu Jahil heiraten wollen? Welche Propaganda liegt hinter dieser Erfundenen Überlieferung?)<br />
</em></strong></p>
<p>Der Prophet hat davor gewarnt, daß diese Voraussetzung der Gleichbehandlung nicht zu erfüllen ist: “Wer zwei Frauen zu sich nahm, eine aber von den beiden bevorzugt hat, erscheint am Tag der Auferstehung in zwei Spalten, die eine davon zum Boden fallend”. Wer also seine Ehefrauen nicht gleich behandelt, wird für diese Sünde hart bestraft werden.<em><strong> &gt;&gt;Prof. Dr. Mahmoud Zakzouk, Fragen zum Thema Islam&lt;&lt;</strong></em></p>
<p>Dennoch mag man fragen, warum den Frauen nicht der gleiche Spielraum eingeräumt worden ist. Doch die Antwort ist einfach. Ungeachtet des spirituellen Faktors der Liebe, welcher die Beziehung zwischen Mann und Frau beeinflusst, ist der bestimmende biologische Grund für den Geschlechtstrieb bei den Geschlechtern die Fortpflanzung. Und während eine Frau zu einer bestimmten Zeit ein Kind nur von einem einzigen Mann empfangen kann und es neun Monate lang austragen muss, bevor sie ein weiteres empfangen kann, kann ein Mann jedesmal ein Kind Zeugen, wenn er mit einer Frau verkehrt. Während die Natur also nur verschwenderisch gewesen wäre, wenn sie die Frau mit einer polygamen Veranlagung ausgestattet hätte, ist die polygame Neigung des Mannes biologisch gerechtfertigt. Es ist offensichtlich, dass der biologische Faktor nur ein und keineswegs immer der wichtigste Gesichtspunkt der ehelichen Liebe ist. Nichtsdestoweniger ist er ein grundlegender Faktor und deshalb entscheidend in der Institution der Ehe als solcher. Mit der Weisheit, welche die menschliche Natur immer gänzlich berücksichtigt, garantiert das Islamische Recht nichts anderes als den Schutz der soziobiologischen Funktion der Ehe (die auch die Sorge für die Nachkommenschaft einschliesst), indem es einem Mann erlaubt, mehr als eine Ehefrau zu haben, und einer Frau nicht erlaubt, gleichzeitig mehr als einen Ehemann zu haben.<strong><em> &gt;&gt;Muhammad Asad, Die Botschaft des Koran&lt;&lt;</em></strong></p>
<p>Das beste Beispiel ist der Prophet des Islams. Alle außer eine (Aischa) waren verwitwete bzw. versorgungsbedürftige Frauen gewesen.</p>
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		<title>Die Zeitehe und die Begierden im Islam</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Mar 2013 21:25:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Baycan Yanar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[PDF DOWNLOAD &#8220;Und (verwehrt sind euch) verheiratete Frauen außer denen, die ihr von Rechts wegen besitzt. Dies ist Allahs Vorschrift für euch. Und erlaubt ist euch außer diesem, daß ihr mit eurem Geld Frauen begehrt, zur Ehe und nicht zur &#8230; <a href="http://tavhid.de/?p=1543">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #0000ff;"><strong><a href="http://tavhid.de/wp-content/uploads/2013/03/Die-Zeitehe-und-die-Begierden-im-Islam-TAVHID4.pdf"><span style="color: #0000ff;">PDF DOWNLOAD</span></a></strong></span><a href="http://tavhid.de/?p=1543"><img class="aligncenter size-full wp-image-1548" title="high-quality-islamic-wallpapers9" alt="" src="http://tavhid.de/wp-content/uploads/2013/03/high-quality-islamic-wallpapers9.jpg" width="800" height="514" /></a></p>
<p>&#8220;Und (verwehrt sind euch) verheiratete Frauen außer denen, die ihr von Rechts wegen besitzt. Dies ist Allahs Vorschrift für euch. Und erlaubt ist euch außer diesem, daß ihr mit eurem Geld Frauen begehrt, zur Ehe und nicht zur Hurerei. Und gebt denen, die ihr genossen habt, ihre Brautgabe. Dies ist eine Vorschrift; doch soll es keine Sünde sein, wenn ihr über die Vorschrift hinaus miteinander eine Übereinkunft trefft. Seht, Allah ist Allwissend und Allweis&#8221; <strong>(Koran 4:24)</strong>.<span id="more-1543"></span></p>
<p>Die Klassische Koranexegese wie auch einige zeitgenössischen Korankommentatoren sind sich darüber einig, dass es sich hier um die Zeitehe/Genussehe <em>(Mut&#8217;a Nikah)</em>  handelt. Diese Art der Ehe ist eine zeitlich begrenzte Ehe, die bei schiitischen Muslimen erlaubt ist. Bei einer Zeitehe &#8216;heiratet&#8217; ein muslimischer Mann eine Frau für eine Zeitdauer von einer halben Stunde bis zu 99 Jahren. Die Zeitehe gehört nach dem Schiismus eindeutig zur islamischen Lehre. Schiitische Überlieferer beziehen sich dabei auf diesen Koranvers (4:24), durch den die Zeitehe ihrer Ansicht nach erlaubt wird. Im sunnitischen Islamverständnis besteht zwar eine Konsens darüber, dass so eine Ehe nicht mehr erlaubt sei, jedoch keine Einigkeit darüber existiert, ob dieser Vers durch eine Überlieferung des Propheten derogiert (aufgehoben) wurde, oder durch einen Koranvers. Darüber hinaus gibt es auch Überlieferungen, dass es sich nur um historischen Kontext handelt und nur für einen gewissen Zeitraum als Ausnahme gewährt worden war, später jedoch vom Propheten verboten wurde. Anhand der zahlreichen Überlieferungen, werden wir uns jeweils mit einer Überlieferung begnügen:</p>
<p>Abdullah sagte: <em>&#8220;Als wir mit dem Gesandten Gottes im Verteidigungskrieg waren, hatten wir unsere Ehefrauen nicht bei uns. Wir fragten, ob wir uns nicht trösten könnten? Der Prophet hatte es uns untersagt, dann erlaubte er es uns für eine gewisse Zeit, mit den Frauen eine Zeitehe einzugehen&#8221;</em> <strong>(Tefsiru Mucahid: s. 152; Qurtubi, el-Cami&#8217;: 5/130; Ibn Kathir, Tefsir: 1/474).</strong></p>
<p>Laut Buhari wurde die Zeitehe im Khaybar Krieg verboten <strong>(Buhari, Nikah: Nikahu&#8217;l-muharrem)</strong>, laut Muslim nach der Eroberung von Mekka <strong>(Muslim, Nikah: b. 3, h. 18)</strong> laut Ibn Mace und Abu Dawud nach der Abschiedspilger des Propheten <strong>(Ibn Mace, Nikah: 44; Abu Dawud, Nikah, Nikahu&#8217;l-muharrem).</strong></p>
<p>Hierbei wollen wir einige Meinungen der Exegeten heranführen, die eine derogation befürworten:</p>
<p>der Erste Koran Exeget der islamischen Geschichte  <em>&#8220;Tefsir-i Kebir&#8221;</em> von <strong>Muqatil bin Suleyman</strong> (gest. 767 n.Chr.) vertrat die Theorie, dass dieser Vers von 2:231 aufgehoben wurde wo es darin heißt: <em>&#8220;Wenn nach ausgesprochener Scheidung die Wartezeit verstrichen ist, könnt ihr sie im Guten für eine neue Ehe versöhnen oder sie im Guten ihren Weg gehen lassen. Ihr dürft die Wartezeit nicht ausnutzen, um den Frauen zu schaden und Gottes Vorschriften zu missachten. Wer sich so etwas erlaubt, hat sich selbst unrecht getan</em> (&#8230;).</p>
<p><strong>Fahruddîn Râzî</strong> (gest. 1209 n.Chr.) der den Titel <em>&#8220;Vater der Kommentierung&#8221;</em> trägt, überliefert uns verschiedene Sichtweisen der Exegeten, die begründen, dass dieser Vers durch die Überlieferung des Propheten verboten <em>(und somit aufgehoben)</em> wurde <strong>(Râzî, Mefâtîhu&#8217;l- Gayb: 3/49-53)</strong>.</p>
<p><strong>Imam Qurtubi&#8217;s</strong> (gest. 1273 n.Chr.) unterstützung dieser Doktrin ist in seiner 20 bändigen Koranexegese nicht zu übersehen; <em>&#8220;Der Prophet nutzte die Gelegenheit auch in der Absichtspredigt, um der versammelten Menge deutlich zu machen, diese Ehe (mut&#8217;a Nikah) zu verbieten</em> <strong>(el-Câmiu li-Ahkâmi&#8217;l-Kur&#8217;ân 5/118)</strong>.</p>
<p>Diese Theorie wurde entwickelt, weil es im Koran scheinbar widersprüchliche Verse gibt. Sie rechtfertigt sich damit, dass nur deskriptive koranische Botschaft (khabar) als Verkündung ewiger Wahrheiten unwandelbar ist. Rechtsregeln (ahkam) hingegen sind in der Tat von Gott mit Rücksicht auf den jeweiligen Entwicklungsstand der menschlichen Gesellschaft nach und nach verfeinert worden. So gibt es jeweils eine deutlich unterschiedliche Entwicklung im jüdischen, christlichen und islamischen Recht. Im Koran fand man eine Reihe von Versen, darunter 16:101, welche Derogationstheorie zu stützen schienen: “Was Wir auch an Versen aufheben oder in Vergessenheit fallen lassen, Wir bringen bessere oder gleichwertige dafür&#8221;<strong><em> Koran </em>2:106</strong>. <strong></strong></p>
<p><strong>Muhammad Asad </strong>fasste die Bedenken gegen die Doktrin der Derogation in seiner <strong>Kommentierung von 2:106</strong> zusammen: <em>“Es sei eine Gott beleidigende Vorstellung zu glauben, dass Er sich innerhalb kürzester Zeit verbessern müsse. Der Prophet habe nie von Derogation gesprochen. Es sei alle sich widersprechenden Verse mit etwas Einfallsreichtum miteinander zu versöhnen. Die Doktrin widerlege sich durch ihre willkürliche Praxis selbst. Soweit der Koran von Aufhebung von Versen und ihrer Ersetzung durch neue spreche, beziehe er sich auf das Verhältnis des Korans als Ganzem zur Bibel: Die spätere koranische Offenbarung ersetze die frühere biblische, wie zum Beispiel hinsichtlich der Bestrafung von Unzucht. </em></p>
<p>Auch einige frühe Gelehrte lehnten solch eine Glaubenslehre strikt ab wie z.B. <strong>Mucâhid</strong> (gest. 723 n.Chr.) und <strong>Abu Muslim el-isfahâni</strong> (gest. 934 n.Chr.).</p>
<p>Bei dem zeitgenössischem Gelehrten <strong>Prof. Dr. Süleyman Ates</strong> ist die Orientierungslosigkeit zu dem Thema nicht zu übersehen. In seiner 12 bändigen Koran Kommentierung <em>(Yüce Kur&#8217;an&#8217;in Cagdas Tefsri 2/250-258)</em> wie auch in seiner 30 bändigen <em>Koranenzyklopädie (15/438-456</em>) listet er die unterschiedlichen Überlieferungen auf und begründet die Überzeugungskraft dieser Ehe damit, dass die befürwortenden Überlieferungen in der Mehrzahl sind. Eine Eindeutige Sichtweise zum Thema ist bei ihm nur schwach zu erkennen.</p>
<p>Der Pakistanische Korankommentator <strong>Abu A&#8217;la Maududi</strong> (gest. 1979) vertrat weder die Doktrin der Derogation, noch akzeptierte er die Hadith-Überlieferungen die dagegen sprechen. Im Gegenteil. Im Verteidigungskrieg erbeuteten (weiblichen) Gefangene konnte man diese Art von Ehen schliessen, und mit unbegrenzten Mengen an Sklavinnen verkehren <strong>(Tefhimu&#8217;l Kur&#8217;an 1/346-347)</strong>.</p>
<p>Wie kann es sein, dass diese Auslegung Korankonform ist? Erlaubt uns diese Offenbarung eine Zeitehe einzugehen um Geschlechtsverkehr zu haben und uns danach trennen können? Wie kann es sein, dass die meisten Exegeten so etwas aus dem Vers ableiten, ohne die zum Koran widersprüchlichen Überlieferungen kritisch zu betrachten?</p>
<p>Eine Zeitehe zu schliessen um kurzen Geschlechtsverkehr haben zu können und sich jeder Zeit trennen zu können widerspricht eindeutig dem <strong>Vers 5</strong> der <strong>Sure 23</strong> wo es darin heißt, die Keuschheit zu bewahren: &#8220;<strong>und ihre Keuschheit bewahren,</strong> <strong>außer gegenüber ihren Gattinnen, die sie von Rechts wegen besitzen; denn dann sind sie nicht zu tadeln</strong>&#8220;.</p>
<p>Dass dieser Satz (die ihr von Rechts wegen besitzt) im Koran nicht mit Unfreien/Sklavinnen zu tun hat, ist im folgenden Artikel erläutert worden: &gt; <a href="http://tavhid.de/?p=1368">Ist es erlaubt gewesen, mit Sklavinnen unehelichen Geschlechtsverkehr zu haben?</a> &lt;</p>
<p><strong>Fahruddîn Râzî</strong> (gest. 1209 n.Chr.) und der ägyptische Gelehrte<strong> Muhammad Abduh</strong> (gest. 1905 n.Chr.) beziehen sich zu dem <strong>Vers 5</strong> der <strong>Sure 23</strong> als Grundlage gegen diese Interpretation der genannten Gelehrten. Diese Angelegenheit betreffend ist die Kritik <strong>Abduhs</strong> Gegenüber dieser Gelehrten in seiner Kommentierung unzweideutig. Zu dem stützt er sich gegen die Doktrin der Derogation mit der Behauptung, dass die aufhebenden<em> </em>Verse nichts anderes, als die angeblich aufgehobenen <em>(al masnukh)</em> Verse besagen. Die Intention solcher Zeitehen sind laut <strong>Abduh</strong> und <strong>Râzî</strong> nicht dafür geeignet, um Geschlechtsverkehr zu haben, sondern wie der Vers besagt, <strong>die Keuschheit und die Scham zu bewahren</strong> wenn wir den Koran im gesammten Kontext berücksichtigen. Mit der Absicht für den kurzen Genuss zu heiraten bedeutet, ihre Keuschheit zu missachten und nur für Sexuelle Begierden diese Ehen für legitim zu erklären.<strong> &#8220;Es ist nicht möglich zu behaupten, zu verschiedenen Zeiten mit verschiedenen Partnern eine Sexuelle Beziehung zu haben in dem man eine Zeitehe eingeht, und somit die Keuschheit bewahrt!&#8221;</strong> (Tafsiru&#8217;l Menar 5/28 &amp; Râzî, Mefâtîhu&#8217;l- Gayb 7/ 502-503).</p>
<p><strong>&#8220;und ihre Keuschheit bewahren,</strong> <strong>außer gegenüber ihren Gattinnen, die sie von Rechts wegen besitzen; denn dann sind sie nicht zu tadeln&#8221;</strong> (Koran 23: 5-6).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Weshalb war der Prophet Muhammad mit mehr als vier Frauen verheiratet?</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Jan 2013 21:15:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Baycan Yanar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[PDF DOWNLOAD Und wenn ihr fürchtet, in Sachen der Waisen nicht recht zu tun, dann heiratet, was euch an Frauen gut ansteht, (ein jeder) zwei, drei oder vier. Und wenn ihr fürchtet, nicht gerecht zu behandeln, dann (nur) eine, oder &#8230; <a href="http://tavhid.de/?p=1531">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #0000ff;"><strong><a href="http://tavhid.de/wp-content/uploads/2013/01/Weshalb-war-der-Prophet-Muhammad-mit-mehr-als-vier-Frauen-verheiratet2.pdf"><span style="color: #0000ff;">PDF DOWNLOAD</span></a></strong></span><em><a href="http://tavhid.de/?p=1531"><img class="aligncenter size-full wp-image-1198" title="islamic-wallpaper-hajj-kabah-black" alt="" src="http://tavhid.de/wp-content/uploads/2012/03/islamic-wallpaper-hajj-kabah-black.jpg" width="1078" height="576" /></a><br />
Und wenn ihr fürchtet<strong>, in Sachen der Waisen</strong> nicht recht zu tun, dann heiratet, was euch an Frauen gut ansteht, (ein jeder<strong>) zwei, drei oder vier</strong>. </em><strong>Und wenn ihr fürchtet, nicht gerecht zu behandeln, dann (nur) eine,<em> </em></strong><em>oder was ihr  besitzt! So könnt ihr am ehesten vermeiden, unrecht zu tun.</em> <strong>(Koran 4:3)<span id="more-1531"></span></strong></p>
<p>Die Frauen des Propheten die oft erwähnt werden sind <strong>Aischa, Hafsa, Zeynep und Ummu Seleme,</strong> mit denen er eine intensive Ehe geführt hatte.</p>
<p>Überlieferungen zufolge hatte der Prophet jedoch ca.  <strong>9-12</strong> Frauen. Man fragt sich zurecht, weshalb der Prophet mehr als vier Frauen hatte, wodoch der Koran von höchstens vier Waisenmädchen spricht? Anderen Überlieferungen zufolge <em>(wie z.B. Kurtubi)</em> soll der Prophet sogar 22 Frauen gehabt haben, von denen 12 eine intensiv, offizielle Ehe war und 10, mit denen er zwar verheiratet war, jedoch keine richtige Ehe geführt haben soll.<strong> (Kurtubi, el-Cami&#8217; li-Ahkami&#8217;l-Kur&#8217;an 14/241-243)</strong></p>
<p>Die Namen der offiziellen 12 Ehefrauen des Propheten möchten wir vorerst auflisten:</p>
<p><strong>1- Hadice</strong>, die Tochter von Huveylid. <strong>2- Sevde</strong>, die Tochter von Zem&#8217;a. <strong>3- Ayscha</strong>, die Tochter von Abu Bakr. <strong>4- Hafsa el-&#8217;Aeviyye</strong>, die Tochter von Ummar ibn al-Khattap. <strong>5- Ummu Seleme</strong>, die Tochter von Abu Umeyya Suheyl el-Mahzumiyye. <strong>6-Ummu Habibe</strong>, die Tochter von Abu Sufyan. <strong>7- Zeynep</strong>, die Tochter von Cahsch ibn Riab. <strong>8- Zeynep</strong>, die Tochter von Huzeyme ibn el-Haris. <strong>9- Cuveyriye</strong>, die Tochter von Haris ibn Ebi Dirar. <strong>10- Safiyye</strong>, aus dem jüdischen Stamm Banu Nadr und die Tochter von Huyey ibn Ahtap. <strong>11- Reyhane</strong>, aus dem jüdischen Stamm Banu Nadr und die Tochter von Zeyd ibn &#8216;Amr ibn Hunafe. <strong>12- Meymune</strong>, die letzte die der Prophet geheiratet hat und die Tochter von Haris ibn Hilaliyye. <strong>(Prof. Dr. Süleyman Ates Band 7 S. 186-190)</strong></p>
<p><strong></strong>Die These Kurtubi&#8217;s, er hätte mit 12 Frauen eine intensive Ehe geführt muss stark wiedersprochen werden. Anhand der Quellen werden wir zu dem Entschluss gelangen, dass der Prophet zwar mit 9-12 Ehefrauen rechtlich verheiratet gewesen ist, jedoch nur mit 4 Ehefrauen eine intensive Ehe führte.</p>
<p>Die Antwort, weshalb der Prophet rechtlich mehr als vier Frauen hatte als in<strong> 4:3</strong> erlaubt ist, befindet sich in<strong> Sure 33:50</strong> wo es heißt: <em>&#8220;&#8221;O Prophet, Wir erlaubten dir deine Gattinnen, denen du ihre Brautgabe gegeben hast, und jene, die du von Rechts wegen aus (der Zahl) derer besitzt, die Gott dir als Kriegsbeute gegeben hat (&#8230;),</em><strong> dies gilt nur für dich und nicht für die (anderen) Gläubigen. </strong><em>Wir haben bereits bekanntgegeben (in 4:3), was Wir ihnen bezüglich ihrer Frauen und jener, die sie von Rechts wegen besitzen, verordnet haben, so daß sich daraus keine Verlegenheit für dich ergibt. Und Gott ist Allverzeihend, Barmherzig.&#8221;"  </em></p>
<p><strong>Kurtubi</strong> (gest. 1278 n.Chr.) führt diesen Vers als Beweis heran, dass dem Propheten Mohamed gestattet wurde, seine Ehefrauen behalten zu dürfen ohne sich von ihnen bis auf 4 Ehefrauen scheiden zu lassen. Dies hatte laut <strong>Kurtubi</strong>, <strong>Hamidullah</strong> und <strong>Ihsan Eliacik </strong>einen gewichtigen Grund. Nämlich, dass die Frauen des Propheten weder nach seinem Tod, noch nach der Scheidung andere Männer zur Ehe nehmen durften wie im Vers 53 der Sure 33 angedeutet wurde. Der Unterschied liegt nur darin, Kurtubi&#8217;s These insofern entgegen zusprechen, wo es darum geht, dass der Prophet sich nicht von den übrigen Frauen <strong>scheiden</strong> lassen hat<strong> (Kurtubi, el-Cami&#8217; li-Ahkami&#8217;l-Kur&#8217;an 14/ 143; Hamidullah &#8211; Islam Peygamberi 2/ 571-572; Ihsan Eliacik &#8211; Bana Dinden Bahset S. 120). <em><br />
</em></strong></p>
<p>Dieser Vers impliziert unzweideutig, dass die Anzahl dieser Frauen nur dem Propheten ausnahmsweise erlaubt waren. Der Pakistanische Gelehrte <strong>Abu A&#8217;la Maududi</strong> (gest. 1978) sagt in seinem Koran Tafsir (7 Bände) diese Angelegenheit betreffend folgdendes: <em>&#8220;&#8221;Wenn in <strong>4:3</strong> ausführlich die Rede davon ist, mehrere Waisenmädchen heiraten zu dürfen und diese bis <strong>vier</strong> begrenzt ist, wurde in<strong> 33:50</strong> dem Propheten eine Ausnahme gewährt. Als der Prophet die<strong> Zeynep</strong> (Die geschiedene Ehefrau des Adoptivsohnes Zaid) einige Zeiten nach ihrer Scheidung heiratete, war sie die fünfte Ehefrau des Propheten. Durch die Offenbarung dieser Botschaft hätten die Heuchler<strong> (Munafikun)</strong>  keine Gelegenheit gehabt, Chaos und Unsicherheit in der muslimischen Gemeinschaft zu verbreiten&#8221;"</em> <strong>(Tefhimu&#8217;l Kur&#8217;an Band 4 S. 439).</strong></p>
<p>Der Gelehrte <strong>Maududi</strong> ordnet die ersten Fünf Ehefrauen des Propheten kronologisch wie folgt ein:</p>
<p>&#8220;&#8221;Drei Jahre vor der Emigration <strong>(Hicra)</strong> war <strong>Sevde</strong> die erste Ehefrau. Die Zweite Frau <strong>Ayscha</strong> ebenfalls drei Jahre vor der Emigration geheiratet, jedoch einige Zeiten später als Ehepartner zusammengelebt. Im dritten Jahr der islamischen Zeitrechnung (nach der Emigration) hat er die <strong>Hafsa</strong> zur Frau genommen und im vierten Jahr die <strong>Ummu Seleme</strong>. Somit war <strong>Zeynep</strong> die fünfte Ehefrau des Propheten&#8221;" <strong>(Tefhimu&#8217;l Kur&#8217;an Band 4 S. 439)</strong>.</p>
<p>Maududi kann jedoch nicht belegen, dass der Prophet die fünfte Ehe nach der Offenbarung der Sure 4 Vers 3 geschlossen haben soll. Es ging vielmehr darum, dass Mohamed zum Zeitpunkt des offenbarten Verses (4:3) bereits mehr als vier Ehefrauen hatte. Man muss bedenken, dass die Frauen des Propheten nach seinem Tod keine Männer mehr heiraten durften und dies könnte einer der Weisheiten sein, weshalb der Prophet im Gegensatz zu seinen Weggefährten sich nicht von den übrigen Frauen scheiden ließ. Drei Koranverse möchten wir hier auflisten die uns schildern, dass die Frauen des Propheten einigen sonderregeln unterworfen waren. So heißt es in <strong>33:32</strong>: <em>“Frauen des Propheten! Ihr seid nicht wie irgendeine von den Frauen&#8221;,</em> in<strong> 33:6</strong>, <em>&#8220;dass sie die Mütter der Gläubigen sind&#8221; wie auch </em><strong>33:53</strong><em> &#8220;Ihr dürft den Gesandten Gottes nicht belästigen und niemals seine Frauen nach ihm heiraten&#8221;.<br />
</em></p>
<p>Im folgendem Koranvers erkennen wir weiterhin, dass dem Propheten einige Pflichten auferlegt wurden, wovon die Gläubigen nicht betroffen waren wie z.B. der Sure <strong>17:79</strong> <em><strong>&#8220;Wache in der Nacht auf und huldige deinem Herrn mit einem zusätzlichen Gebet, auf daß Er dir am Jüngsten Tag einen lobenswerten Rang gewähren möge!&#8221;"</strong></em> In diesem Vers wird nur dem Propheten das Nachtgebet zur Pflicht erklärt. Diese sonderregelungen geben uns zu verstehen, weshalb dem Propheten gewisse Sachen erlaubt waren, uns jedoch verweigert worden sind.</p>
<p>Ganz wenige Koranexegeten verwenden den <strong>Vers 51 </strong>der <strong>Sure 33</strong> als Beleg dafür, dass dem Propheten erlaubt wurde, sich von einigen Frauen zu trennen bzw. sich scheiden ließ und diese bis auf 4 Ehefrauen reduziert haben soll: <em>&#8220;Du darfst, wen du willst, von ihnen zurückstellen und, wen du willst, zu dir nehmen&#8221;</em>. Laut dem brühmten pakistanischen Korankommentator <strong>Abu A&#8217;la Maududi</strong> trifft dies nur auf sehr wenige Exegeten zu. Der Überwiegenden Mehrheit zufolge hat der Prophet sich nicht von ihnen getrennt. Im Gegenteil. Er hat keine der anderen bevorzugt, war seinen Ehefrauen gegenüber gerecht, und hat sich stets um alle gekümmert indem er jeden auf gerechte Art besuchte. Die Ausnahmen den die Frauen des Propheten ausgesetzt waren, ist ein Anlass dafür gewesen, dass er sich, obwohl der Vers es ihm gestatte sich von ihnen zu trennen, sich nicht scheiden lassen hat <strong>(Tefhimu&#8217;l Kur&#8217;an Band 4 S. 443-444)</strong> <strong>&amp; Prof. Dr. Süleyman Ates &#8211; Yüce Kur&#8217;an&#8217;in Cagdas Tefsiri Band 7 S. 183-184).</strong></p>
<p>Der Grund weshalb der Prophet ein Ehemann mehrerer Frauen war hatte nichts mit seinen Gelüsten zutun. Denn im jungen Alter, wo er ca. 25 Jahre Alt war heiratete er die 20 Jahre ältere Khadija. Nach ihrem Tod war er mehrere Jahre nicht verheiratet gewesen. Die Gründe waren vielmehr soziale und politische. Er heiratete einige Frauen, die im Verteidigungskriegen ihre Männer verloren hatten und versorgunsbedürfdig waren. Einige davon waren viel älter als er selbst. Als Staatsmann hat er die verfeindeten Stämme miteinander versöhnt, in dem er von diesen zerstrittenen Stämmen ein Mädchen geheiratet hatte um so die Gemeinschaft zu stärken.<strong> (Siehe auch Prof. Dr. Süleyman Ates Band 7, S. 184-185)</strong></p>
<p>Später heißt es im Koran 33:52:<strong> &#8220;Dir ist nicht mehr erlaubt, andere Frauen zu heiraten&#8221;</strong></p>
<p>Nach seinem Tod waren nur<strong> 9</strong> Ehefrauen übrig geblieben. Die Ehefrau <strong>Ayscha</strong>, Tochter von Abu Bakr war die einzige junge Frau die mit keinem Mann außer dem Propheten verheiratet gewesen ist. Die übrigen Frauen waren größtenteils älter bzw. verwitwet gewesen was somit unterstreicht, dass er nicht nach seinen Gelüsten handelte. Als Analogieschluss möchten wir den Standpunkt des Gelehrten M. Hamidullah stark unterstreichen in dem er sagt:  &#8220;<em>Wenn davon die Rede ist, dass der Prophet nur 4 Ehefrauen hatte, so waren es jene, mit denen er eine intensive Ehe führte, mit ihnen verkehrte und in seinem Haus (ahlul bayt) lebten. Da die übrigen Frauen sich nicht von ihm scheiden lassen wollten, hat er rechtlich betrachtet diese Ehen behalten, jedoch offiziell mit 4 Frauen sein leben geteilt und mit ihnen eine angemessene Ehe geführt&#8221;</em> <strong>(Muhammad Hamidullah &#8211; Islam Peygamberi 2/ 571-572</strong>).</p>
<p>weiteres zum Thema Polygamie im Islam klicke bitte   <a href="http://tavhid.de/?p=460">&gt;&gt;HIER&lt;&lt;</a></p>
<p><strong>Ein ähnlicher Artikel,befindet sich auf</strong> <a href="http://antikezukunft.de/2012/05/06/war-der-prophet-gleichzeitig-wirklich-mit-mehr-als-vier-frauen-verheiratet/">&gt;Antikezukunft&lt;</a></p>
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		<title>Wurden nur Männer als Propheten gesandt?</title>
		<link>http://tavhid.de/?p=1453</link>
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		<pubDate>Wed, 05 Dec 2012 19:13:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Baycan Yanar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[PDF DOWNLOAD &#160; &#8220;&#8221;Es steht keinem Menschen zu, daß Gott zu ihm spricht, es sei denn, durch Eingebung oder hinter einer Trennwand, oder indem Er einen Boten schickt, der mit Seiner Erlaubnis eingibt, was Er will. Er ist erhaben und &#8230; <a href="http://tavhid.de/?p=1453">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #0000ff;"><strong><a href="http://tavhid.de/wp-content/uploads/2012/12/Wurden-nur-Männer-als-Propheten-gesandt.pdf"><span style="color: #0000ff;">PDF DOWNLOAD</span></a></strong></span><a href="http://tavhid.de/?p=1453"><img class="aligncenter size-full wp-image-1455" title="Bildschirmfoto 2012-12-05 um 20.11.43" alt="" src="http://tavhid.de/wp-content/uploads/2012/12/Bildschirmfoto-2012-12-05-um-20.11.43.png" width="700" height="431" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>&#8220;&#8221;Es steht keinem Menschen zu, daß Gott zu ihm spricht, es sei denn, durch Eingebung oder hinter einer Trennwand, oder indem Er einen Boten schickt, der mit Seiner Erlaubnis eingibt, was Er will. Er ist erhaben und weise&#8221;".</strong> Koran 42:51<span id="more-1453"></span></p>
<p>Der Vers impliziert die Verschiedenartigkeit der Offenbarungsarten. Wie der Vers darstellt, spricht Gott mit dem Menschen nicht auf direktem wege, sondern durch Inspiration, hinter einem Schleier oder durch einen Boten (Engel). Diese sind die Dialogarten zwischen Gott und Mensch.</p>
<p>Nach den meisten Koranexegeten waren die Propheten durchaus nur Männer gewesen. Hierbei  stützen sie sich an folgende Verse:</p>
<p><strong>&#8220;&#8221;Auch vor dir entsandten Wir nur Männer, denen Wir Offenbarung </strong><em></em><strong> gaben, aus dem Volk der Städte&#8221;".</strong> Koran 12:109</p>
<p><strong>&#8220;&#8221;Und Wir entsandten vor dir lediglich Männer, denen Wir Offenbarung</strong><strong> zuteil werden ließen &#8211; fragt nur diejenigen, die die Ermahnung besitzen, wenn ihr nicht wisset&#8221;".</strong> Koran 21:7</p>
<p>Im Koran heißt es aber auch, dass Frauen Offenbarungen erhalten haben wie z.B:<em><span><em> &#8220;&#8221;"Und Wir gaben der Mutter von Moses ein: &#8220;&#8221;Säuge ihn..&#8221;"</em> <strong>28:7</strong> </span></em>und<em><span> <em>&#8220;&#8221;Einst sprachen die Engel: &#8220;Maria, dich hat Gott auserkoren, geläutert und dich vor allen Frauen der Welt auserwählt&#8221;"</em> <strong>3:42.</strong></span></em></p>
<p>Die genannten Koranverse <strong>12:109 &amp; 21:7</strong> wurden jedoch in einigen Koranausgaben falsch übersetzt in dem die Begriffe &#8220;Mann&#8221; als &#8220;Mensch&#8221; ersetzt wurden: &#8220;&#8221;Auch vor dir entsandten Wir nur Menschen, denen Wir Offenbarung gaben&#8221;" <strong>Siehe Yüce Kur&#8217;an bearb. von 3 Theologen (Ankara Okulu)</strong> wie auch die Koranausgabe von <strong>Mustafa Öztürk</strong>. Es wird behauptet, dass die Übersetzung als &#8220;Mann&#8221; einen Wiederspruch erzeugen würde, da in anderen Stellen davon die Rede ist, dass auch Frauen offenbart wurde und von Qurtubi erläuterten Kontext (in <em>el-Camiu li-Ahmaki&#8217;l Kur&#8217;an 9/413-14</em>) als Argument verwendet wird, dass es sich nur um Menschen, nicht als &#8220;Männer&#8221; gehandelt haben könnte.  Im arabischen kommt der Begriff &#8220;Rajulin&#8221; vor, welches tatsächlich &#8220;Mann&#8221; bedeutet. Der Koran verwendet den Begriff &#8220;Rajulin&#8221; und deren Ableitungen immer im Zusammenhang mit etwas männlichem:<em><span><br />
</span></em><strong></strong></p>
<p><strong>(4 &#8211; NİSÂ) النساء / 98</strong>- &#8220;&#8221;Ausgenommen davon sind die unterdrückten Männer&#8221;" <strong>(arrijali)</strong>.<br id=".reactRoot[49].[1][2][1]{comment561580953869168_562243017136295}..[1]..[1]..[0].[0][2]..[0].[4]" /><br id=".reactRoot[49].[1][2][1]{comment561580953869168_562243017136295}..[1]..[1]..[0].[0][2]..[0].[5]" /><strong>(24 &#8211; NÛR) النور / 31</strong> &#8220;&#8221;von ihren männlichen Dienern&#8221;" <strong>(al rijali)</strong>.<br id=".reactRoot[49].[1][2][1]{comment561580953869168_562243017136295}..[1]..[1]..[0].[0][2]..[3]..[0]" /><br id=".reactRoot[49].[1][2][1]{comment561580953869168_562243017136295}..[1]..[1]..[0].[0][2]..[3]..[1]" /><strong>(4 &#8211; NİSÂ) النساء / 34</strong>- &#8220;&#8221;Die Männer <strong>(al rijalu)</strong> stehen den Frauen in Verantwortung&#8221;".</p>
<p><strong>(33 &#8211; AHZÂB) الأحزاب / 4</strong><em> &#8220;&#8221;Gott hat keinem</em> Manne<strong> (rajulin)</strong> zwei<em> Herzen in seinem Innern gegeben, noch hat Er jene unter euren Frauen, die ihr Mütter nennt, zu euren Müttern gemacht&#8221;".</em></p>
<p><em></em>Wie kann es sein, dass der Koran in zwei Stellen klarstellt, dass nur Männern offenbart wurde, und in anderen Stellen davon die Rede ist, dass auch Frauen Offenbarungen erhielten?<br />
<em><span><br />
</span></em>Hierbei wollen wir den herangeführten Kontext von Qurtubi genauer betrachten:<em><span><br />
</span></em></p>
<p><em><span>Diese Verse wurden als Antwort auf die Frage herabgesandt, wo es hieß, weshalb Gott keine Engeln als Propheten/Führer schickte. <strong>Qurtubi</strong> (gest. 1273) bringt den <strong>Vers 8</strong> der <strong>Sura (6)</strong> <strong>Enam</strong> als Erläuterung zum Kontext, wo es darin heißt: &#8220;&#8221;Sie sagen: Warum ist kein Engel zu ihm herabgesandt worden?&#8221;" <strong>(Qurtubi, el-Camiu li Ahkami&#8217;l Kur&#8217;an 9/413-414; Buruc Yayinlari).</strong></span></em><strong> </strong><strong></strong></p>
<p><strong><em></em></strong>Interessant ist der Offenbarungsanlass von 12:109. Nach diesem sagten die Polytheisten, dass kein sterblicher Mensch als Prophet erwählt sein könnte, sondern Engeln. Darauf entgegnete der Koran, dass auch zuvor nur sterbliche Männer Offenbarungen erhielten. Im Vers <strong>12:109 &amp; 21:7</strong> geht es nicht um allgemeine Offenbarungen, sondern die Rolle Mohameds als Prophet (naby) und Gesandter (rasul), da dieser als Hauptperson im Vordergrund des Kontextes stand. Sein Status als Prophet &amp; Gesandter erläutert den Vers 12:109.<strong></strong></p>
<p><em></em>Laut den Zitaten einiger Gelehrten die von der Mehrheit vertreten wird, legt uns der<strong> Prof. Dr. Süleyman Ates in seiner Koranenzyklopädie wie folgt dar:</strong> &#8220;Die Propheten (<em>naby</em>) sind jene, die nur die Botschaften verkünden was vor ihnen herabgesandt wurde, Offenbarungen erhielten und die Gesandten jene, die mit neuen Gesetzen (Scharia) ausgestattet waren und die früheren Botschaften bestätigten bzw. die Offenbarungen dem Volk verkündeten. Daher ist jeder Gesandter (<em>rasul</em>) ein Prophet (naby), aber nicht alle Propheten sind Gesandte gewesen&#8221; <strong>(Prof. Dr. Süleyman Ates Kur&#8217;an Ansiklopedisi</strong> <strong>16/522). </strong>Dieser Analogieschluss schliesst nicht aus, dass Maria und die Mutter von Moses ebenfalls Prophetinnen waren.</p>
<p>Daher müsste es wie folgt heißen:<strong> <strong>&#8220;&#8221;Auch vor dir entsandten Wir nur Männer </strong></strong>(als Propheten und Gesandte)<strong><strong>, denen Wir Offenbarung</strong></strong> <strong>gaben<em></em></strong>, <strong>aus dem Volk der Städte&#8221;" vgl. Diyanet İşleri; <strong>Ali Bulaç; <strong>Diyanet Vakfı; <strong>Elmalılı Hamdi Yazır</strong>; <strong>Hasan Basri Çantay</strong>; <strong>Suat Yıldırım</strong>; <strong>Abu a&#8217;la Maududi</strong>; <strong>Süleyman Ateş</strong>.</strong></strong><br />
<strong></strong></strong></p>
<p><strong></strong>Aus den Primärquellen lässt sich herausstellen, dass die Frauen ebenfalls Prophetinnen waren, jedoch keine Gesandte als solche, die mit Gesetzen ausgestattet waren und als Führerinnen ein Volk leiteten, sondern jene, die Offenbarungen (<em>wahy</em>) erhielten. Zwischen Prophetentum als Gesandte und dem Erhalten einer Offenbarung <em>(wahy)</em> wird im Koran anhand dieser Koranverse unzweideutig differenziert. Jede der genannten Personen empfingen Offenbarungen, wobei explizit die Männer im Koran als Propheten mit einem Gesandten Status definiert werden.</p>
<p>Durch einen Analogieschluss dieser Primärquellen lässt sich zeigen, dass bei den Propheten im Gegensatz zu den Gesandten kein Unterschied zwischen Mann und Frau gemacht wurden.</p>
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		<title>Kopftuch Pflicht? oder nicht Pflicht?</title>
		<link>http://tavhid.de/?p=1416</link>
		<comments>http://tavhid.de/?p=1416#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 05 Nov 2012 09:56:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Baycan Yanar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[PDF DOWNLOAD Der Ölminister Sheikh Ahmed Zaki Yamani unterstützt M. Asad&#8217;s Kopftuch Auslegung: &#160; Es gibt 3 Verse im Koran, die das Tragen einer Kopfbedeckung von einigen Gelehrten (ulema) als ein Grund für ihre Auslegung verwendet werden, jedoch in dieser &#8230; <a href="http://tavhid.de/?p=1416">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #0000ff;"><strong><a href="http://tavhid.de/wp-content/uploads/2012/11/Kopftuch-Pflicht-oder-nicht-Pflicht.pdf"><span style="color: #0000ff;">PDF DOWNLOAD</span></a></strong></span></p>
<p>Der Ölminister Sheikh Ahmed Zaki Yamani unterstützt M. Asad&#8217;s Kopftuch Auslegung:</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/0T2zl4S2SoI" height="317" width="470" frameborder="0"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es gibt 3 Verse im Koran, die das Tragen einer Kopfbedeckung von einigen Gelehrten (ulema) als ein Grund für ihre Auslegung verwendet werden, jedoch in dieser Hinsicht keine Konsens (icma) herrscht. Wir werden verschiedene Korankommentatoren (Müffesir) herbeiführen, die das Gegenteil begründen:<span id="more-1416"></span></p>
<p><strong>Muhammad Asad</strong> &#8211; Die Botschaft des Koran <em>(1400 Seiten).</em></p>
<p><strong>Zu Sure 24:31; 33:59;</strong></p>
<p><em>Das Wort khimar (von dem khumur die Mehrzahl ist) bezeichnet die der Sitte von den arabischen Frauen vor und nach der Ankunft des Islam gebrauchte Kopfbedeckung. Nach den meisten klassischen Kommentatoren wurde sie in der vorislamischen Zeit mehr oder weniger als Schmuck getragen und lose über dem Nacken der Trägerin heruntergelassen, und da in Übereinstimmung mit der zu dieser Zeit vorherrschenden Mode das Oberteil des Frauengewandes vorn eine weite Öffnung hatte, waren ihre Brüste unbedeckt. Daher bezieht sich die Anweisung, den Busen mit einem khimar zu bedecken, nicht notwendigerweise auf den Gebrauch eines khimar als solchen, sondern soll vielmehr klarmachen, daß die Brüste der Frau nicht in die Vorstellung dessen einbezogen sind, was von ihrem Körper &gt;&gt;schicklicherweise sichtbar sein mag&lt;&lt; und deshalb nicht gezeigt werden sollte.</em></p>
<p>Siehe auch hierzu<strong> Zemahseri</strong> (gest. 1143) und seine Kommentierung zu <strong>24/31; &#8211; Diyanet <em>&#8220;Yüce Kur&#8217;an&#8221; </em></strong>(bearbeitet von 3 Theologen: <span style="text-decoration: underline;">Prof. Dr. Cemal Sofuoğlu;  Prof. Dr. Mustafa Yıldırım; Prof. Dr. Abdulkadir Şener ) zu<strong> 24/31 &amp; <strong>Ilhami Güler</strong> </strong>aus der Islamischen Fakultät Ankara in seinem Werk<strong> <em>&#8220;Direnis teolojisi&#8221;</em></strong></span></p>
<p>Der Theologe<strong> Ilhami Güler</strong> aus Ankara fügt zudem noch hinzu: <em>&#8220;Es wäre pervers, den Bereich des Kopfes als sexuell reizend zu betrachten. Wer die Haare einer Frau als reizend/anziehend findet, so müssten die Haare und der Bart des Mannes ebenfalls reizend sein&#8221;.</em> <strong>(Direnis teolojisi S. 123)</strong></p>
<p><em><strong>Der Gelehrte und Vater der hanefitischen Rechtsschule Al Dschassass ( gest. 980) der nach Mudschahid zu den zweit grössten, ältesten und bedeutendsten Koran Kommentatoren gehörte, kommentierte die Sure 24:31 ebenfalls, dass dieser Vers sich auf den Nacken und die Brüste bezieht und nicht auf die Haare und fügt hinzu, dass Said b. Cubeyr (gest. 713) das Nichtbedecken der Haare von freien nicht verboten (haram) sei,<em><strong> sondern nur als “makruh” (nicht empfehlenswert) zu bezeichnen ist. <em><strong>(Ahkamul Kuran &#8211; Band 3/ S. 461) </strong></em></strong></em></strong></em><strong><strong><strong></strong></strong></strong><em>Said b. Cubeyr gehörte zu den ersten 3 Generationen (Tabiun).<br />
<strong><strong><strong></strong></strong></strong><strong><em><strong><em><strong><br />
</strong></em></strong></em></strong></em><em><strong><em><strong></strong></em></strong></em>Der Oberste Rechtsgelehrte der hanefitischen Rechtsschule <strong>Hayrettin Karaman</strong> gibt zu, dass diese Sichtweise von <strong>Said b. Cubeyr</strong> in <strong>Ahkamu&#8217;l Kur&#8217;an</strong> von <strong>Al- Dschassass</strong> befindet. <strong>&gt;Siehe Prof. Dr. Hüseyin Hatemi; Ilahi hikmette kadin S. 240</strong>&lt;</p>
<p><strong>Ibn Kathir</strong> (gest. 1373) zitiert in seinem <span style="text-decoration: underline;"><em>(verkürzten 10 bändigen Koran Tafsir)</em></span> diese Auslegung von <strong>Said b. Cubeyr</strong>, nämlich dass dies sich auf die Brüste bezieht und nicht auf die Haare.<strong> (Ibn Kathir Band 6 Seite 570)</strong></p>
<p>Der Moderne Theologe und Autor zahlreicher Bücher <strong>Ihsan Eliacik</strong> kommentiert in seinem Koran Tafsir <strong>(24:31)</strong> ebenfalls, dass sich dies auf die Brüste bezieht und nicht auf die Haare.</p>
<p><em><strong><em>Der islamische Philosoph &#8220;Roger Garaudy&#8221;, der von vielen islamischen Theologen hoch geschätzt und zitiert wird ist der gleichen Auffasung. Nämlich, dass das Tragen eines Kopftuchs eine vorislamische Tradition war und sich nicht auf die Haare, sondern auf die Brüste bezieht. </em><strong>(vgl. Roger Garaudy &#8211; Der gelebte Islam S. 100)</strong></strong></em></p>
<p>Diese wird historisch auch von <strong>Bukhari</strong> ebenfalls in einem folgendem Hadith bestätigt:<em> &#8220;Ayse r.a. sagte: Gott wird gnädig zu den Frauen der ersten Emigration sein, denn bei der Offenbarung dieser Worte:<strong> </strong></em><strong>&#8216;dass sie ihre Tücher über ihren Busen schlagen&#8217;</strong> teilten sie ihren Izar (Stoff, der als Lendenschurz oder Rock diente), um sich die <strong>Brüste</strong> zu bedecken&#8221;.<em><strong><strong> </strong></strong><strong>(Vgl. Bukhari Vol. 3, Titel 65, Kapitel 12</strong></em><em><strong><strong>)</strong></strong></em></p>
<p><em><strong><strong><br />
</strong></strong></em>Der Rechtsgelehrte <strong>Prof. Dr. Hüseyin Hatemi</strong> äußert sich hierzu in seinem Buch<strong> &#8220;Ilahi Hikmette kadin; S. 220-245&#8243;</strong>, dass die Bedeckung der Haare zur damaligen Zeit es sich nur um einen sozialen Statussymbol gehandelt hat, um zwischen freien und unfreien unterscheiden zu können. Er deutet in seinem Werk auch darauf, dass das Wort <strong>&#8220;Khimar&#8221;</strong> in vielen Koranübersetzungen als &#8220;Kopftuch&#8221; falsch übersetzt wird. Wenn im<strong> Vers 31</strong> der<strong> Sure 24</strong> von <strong>&#8220;gläubigen Frauen&#8221;</strong> die Rede ist, dann sind die unfreien Frauen nicht ausgeschlossen und ist an alle Muslime gerichtet. Dass das Wort <strong>&#8220;Kopftuch&#8221;</strong> falsch übersetzt wird, zeigt sich unzweideutig in dieser Angelegenheit. Daher drückt der Begriff <strong>&#8220;Khimar&#8221;</strong> kein Kopftuch aus, sondern ein <strong>&#8220;Tuch&#8221;</strong>.</p>
<p>Der Weggefährte des Propheten und zweiter Kalif<strong> Omar ibn al Khattap</strong> schlug eine Sklavin (unfreie), weil sie ihr Haare bedeckte. <strong>&gt;Siehe hierzu ein Werk mit 30 Bändern aus dem 11. Jahhrundert dass von allen Rechtsschulen anerkannt wird: Serahsi (gest. 1090) in El-Mebsut 2/108&lt;</strong></p>
<p><strong>Sure 33 Vers 53</strong>;</p>
<p><strong>Prof. Dr. Rotraud Wielandt</strong>. <em>Studium der Islamkunde/Arabistik, Turkologie, Vergleichenden Religionswissenschaft und Philosophie an den Universitäten München, Tübingen und Istanbul (Türkei) </em></p>
<p><em> </em>“Und wenn ihr die Gattinnen des Propheten um etwas bittet, das ihr benötigt, dann tut das hinter einem hidschab <em>(Schutzvorhang)</em> hervor! Auf diese Weise bleibt ihr und euer Herz rein.”</p>
<p><em>&gt;&gt;Was ist nun der hidschab, von dem hier die Rede ist? Das Wort ist heutzutage die arabische Standardbezeichnung für den Kopfschleier, war es zu Zeiten der Verkündung des Koran aber noch nicht. Es heißt seiner Grundbedeutung nach “Absperrung” oder “Verhüllung vor jemandes Blicken” und von daher dann auch “Vorhang” oder “Schleier”. Wenn der Koranvers sagt, die männlichen Besucher sollten mit den Prophetengattinnen nur “hinter einem hidschab hervor” sprechen, dann ist hier offensichtlich an einen Vorhang gedacht, nicht an ein Tuch, das die Frau auf dem Kopf trägt. Im übrigen sind mit den Vorschriften zum hidschab in diesem Koranvers speziell die Frauen des Propheten und die Besucher von dessen Haus angesprochen.&lt;&lt;</em></p>
<p>Der Gelehrte aus Somalien<strong> Hasan el-Turabi</strong> fügt zum Wort<em> hidschab</em> bestätigend hinzu, dass diese als ein <em>Schutzvorhang</em> diente, wenn Besucher im Hause des Propheten eintraten. Damit die Ehefrauen getrennt und ungestört blieben, wurde dieser Schutzvorhang als solchen gebraucht. Erst einige Generationen später wurde das Wort hidschab von den <em>Fukhaha </em>(Gesetzgebern) zum Kopftuch umgewandelt. <strong>Hasan el-Turabi &#8211; Die Zukunft der Welt S. 45</strong></p>
<p>Das Wort <em>hidschab</em> kommt noch in 4 anderen Stellen im Koran vor, jedoch nicht im Sinne des Kopftuchs:<br />
<strong>7:46:</strong><em> &#8220;Und zwischen ihnen beiden befindet sich eine</em> <strong>Scheidewand</strong> (&#8230;)<br />
<strong>17:45</strong>:<em> &#8220;Und wenn du den Koran vorträgst, machen wir zwischen dir und denen, die nicht an das Jenseits glauben, eine unsichtbare</em> <strong>Scheidewand</strong>&#8220;.<br />
<strong>41:5:</strong> &#8220;(&#8230;) <em>und zwischen uns und dir befindet sich eine</em> <strong>Scheidewand</strong>&#8221; (&#8230;)<br />
<strong>42:51:</strong> &#8220;(&#8230;) <em>oder hinter einem</em> <strong>Vorhang</strong>, <em>oder indem er einen Boten sendet&#8221;</em> (&#8230;)</p>
<p>Sowohl Koran als auch Sunna besagen, daß alle Körperteile, die der rituellen Waschung zu unterziehen sind, nicht unter das Verhüllungsgebot fallen. Bestätigt wurde diese Auffassung von <strong>Abu Hamid al-Ghazali</strong> 1111 n. Chr.,<strong> Ibrahim en-Nehai</strong> 714 n. Chr.,<strong> Tabari Tafsir 18/120</strong>., Imam abu yusuf 798 n. Chr., Imam es-serahsi 1090 n. Chr., Abdullah el mawsili 1285 n. Chr., Ibn Nudscheym 1563 n. Chr.,<strong> Razi Tafsir 23/206</strong>.</p>
<p>Es ist zu erwähnen, dass zur Zeiten des Propheten bei der Gebetswaschung keine Geschlechtertrennung gab. Frauen und Männer haben zusammen die rituelle Waschung vollzogen; <strong>Vgl. Buhari, vudu 43 &#8211; Ebu Davud, taharet 39 &#8211; İbni Mace, taharet &#8211; 36 Nesai, taharet 56.</strong> Da die Haare bei der Waschung befeuchtet werden, ist es selbstverständlich dass sie nicht bedeckt waren. Wenn die Haare der Frau bedeckt werden müsse, weshalb gab es dann keine Geschlechtertrennung? Wieso haben Frauen und Männer gemeinsam diese Waschung vollzogen?</p>
<p><em><strong></strong></em><strong><em><strong></strong></em>Nasir Hamid Abu Zaid &#8211; Mohammed und die Zeichen Gottes S. 162</strong></p>
<p><em>&#8220;Allen Rechtsschulen zufolge ordnet der Koran das Herunterziehen des dschilbab an, damit die muslimischen Frauen nach außenhin erkennbar sein sollen. Es handelt sich sozusagen um ein Statussymbol, ein </em><strong>Unterscheidungsmerkmal </strong><em>zwischen freien und versklavten Frauen, denn </em>Sklavinnen<em> durften keinen </em><strong>dschilbab</strong><em> tragen. Diese zweite Koranstelle hat ihren Sinn also vor dem Hintergrund einer Gesellschaft, die zwischen </em><strong>Freien</strong><em> und </em><strong>Sklaven</strong><em> unterschied&#8221;. </em>Dieses Unterscheidungsmerkmal wird vom <strong>Vater der Koran-Kommentierung Fahreddin Razi</strong> <em>gest. 1209</em> in seinem<em><strong> 23 bändigen Koran-Tafsir</strong></em> bestätigt. Siehe hierzu seine Kommentierung zu <strong>24:31</strong> in <strong>Band 17</strong>.</p>
<p>Wie wir anhand der Auslegungen sehen konnten, gibt es keine feste Interpretation der großen Gelehrten, um die Begriffe<strong> Hijab, Khimar,</strong> und <strong>Dschilbab</strong> als das Tragen eines Kopftuchs als solchen zu definieren.</p>
<p>Die häufig verwendete Begründung ist die Vorbildfunktion der Ehefrauen des Propheten. Jedoch werden wir anhand der Koranverse sehen, dass diese nicht allgemein verbindlich sind.</p>
<p>1. Die Frauen des Propheten sind nicht wie andere Frauen: <em>&#8220;Frauen des Propheten! Ihr seid nicht wie irgendeine von den Frauen&#8221;.</em> <strong>Koran 33:32</strong><br />
2. Denn sie sind die Mütter der Gläubigen. <strong>Koran 33:6</strong><br />
3. Und ihre Strafe würde bei unanständigem Verhalten doppelt bestraft werden. Koran <strong>33:30.</strong></p>
<p>&#8220;&#8221; O Kinder Adams, Wir gaben euch Kleidung, um eure Scham zu bedecken und zum Schmuck; doch das Kleid der Frömmigkeit &#8211; das ist das beste.&#8221;" 7:26</p>
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		<title>Die Diskussion über die Meeresfrüchte im Islam</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Oct 2012 20:17:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Baycan Yanar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[PDF DOWNLOAD &#8220;Der Fang aus dem Meer und sein Genuss sind euch &#8211; als Versorgung für euch und für die Reisenden &#8211; erlaubt, doch verwehrt ist (euch) das Wild des Landes (türk. kara avi), solange ihr pilgert. Und fürchtet Allah, &#8230; <a href="http://tavhid.de/?p=1394">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://tavhid.de/?p=1394"><span style="text-decoration: underline; color: #0000ff;"><a href="http://tavhid.de/wp-content/uploads/2012/10/Die-Diskussion-über-die-Meeresfrüchte-im-Islam-TAVHID.pdf"><span style="text-decoration: underline; color: #0000ff;">PDF DOWNLOAD</span></a></span><img class="aligncenter size-full wp-image-1397" title="Islamic calligraphy" alt="" src="http://tavhid.de/wp-content/uploads/2012/10/1918629-787143-eine-islamische-kalligraphie-an-der-decke-der-moschee-geschrieben.jpg" width="480" height="439" /></a></strong></p>
<p>&#8220;Der Fang aus dem Meer und sein Genuss sind euch &#8211; als Versorgung für euch und für die Reisenden &#8211; erlaubt, doch verwehrt ist (euch) das Wild des Landes (türk. kara avi), solange ihr pilgert. Und fürchtet Allah, vor Dem ihr versammelt werdet&#8221; Koran 5:96.<span id="more-1394"></span></p>
<p>&#8220;Der Begriff &#8220;ta&#8217;amuhu&#8221; in diesem Vers bedeutet wörtlich: &#8220;Seine Speise&#8221; bezieht sich auf das Wort &#8220;bahr&#8221; und bezeichnet somit die Fische und andere Meerestiere, die von den Wellen ans Ufer gespült worden sein können. Der Vers legt fest, dass einem Gläubigen alle Arten von Wassergetier erlaubt sind &#8211; auch wenn er im Zustand der Pilgerfahrt ist, während jagen an Land dem Pilger verboten ist&#8221;<strong> Muhammad Asad &#8211; Die Botschaft des Koran S. 224.</strong></p>
<p>Obwohl in diesem Vers keine verbotenen Tiere als Ausnahme erwähnt wurden, sind dennoch seit der Entstehung der 4 Rechtsschulen im 8. Jahrhundert Unstimmigkeiten aufgetreten. Die <strong>Hanefitische Rechtsschule</strong> (gegründet von <em>Abu Hanifa</em> gest. 767 n.Chr.) die die meisten Anhänger hat, halten nicht alles aus dem Meer für erlaubt. So heißt es im <strong>islamischen Katechismus</strong> <em>(türk. Ilmihal)</em> wie folgt:</p>
<p>&#8221; Von den Seetieren kann man alle Sorten von Fischen verzehren. Steinbutte, Karpfen, Schlangen und Delfine sind erlaubt, aber andere Seetiere sind abscheulich und deshalb zu vermeiden: Krabben, Krebse, Muscheln, Hummer etc. Auch andere Seetiere wie Seepferde oder Seeschweine, die keine Fische sind, sind nicht zu verzehren und deshalb auch nicht zu jagen&#8221;<strong> (Ömer Nasuhi Bilmen &#8211; Feinheiten islamischen Glaubens S. 366).</strong></p>
<p>Wenn wir annehmen, dass diese aufgezählten Tiere verboten sind, wieso sind diese im Koranvers nicht erwähnt worden? Müssen wir trotzdem diese Tiere für verboten erklären obwohl der Koran eindeutig urteilt und nicht differenziert hat? Was sagen die anderen Rechtsschulen und die Überlieferungen dies bezüglich?</p>
<p>Vom Cousin des Propheten <strong>Ibn Abbas</strong> der zu den ersten Korankommentatoren gehörte wird uns überliefert: &#8220;Euch sind die Tiere die das Meer herausgibt erlaubt&#8221; <strong>(Ibn Kathir &#8211; Tafsir&#8217;ul-Kur&#8217;an&#8217;il-Azim 3/428).</strong></p>
<p>&#8220;Oh Gesandter Gottes, wir wollen eine Seefahrt machen und haben wenig Wasser. Wenn wir damit unsere Gebetswaschung vollziehen, würden wir verdursten&#8221;. Der Prophet antwortete: &#8220;&#8221; Wascht euch mit dem Meerwasser denn es ist sauber und alles was darin tot oder lebendig ist&#8221; <strong>(Imam Malik, Muvatta &#8211; Taharet 12, Sayd, 12 Abu Dawud, 83; Tirmidhi &#8211; Taharet, 52-69; Nesai, 332; Ibn Mace &#8211; Taharet, 38; Ahmed b. Hanbel, 2/237, 361, 378, 393; Schafii, Müsned, 1/7.</strong></p>
<p>Wie wir anhand der primärquellen erkannt haben, waren die anderen 3 von 4 Rechtsschulen wie <em>Schafii, Malik bin Anas</em> und <em>Ahmed b. Hanbal</em> anderer Sicht.</p>
<p>Der Gelehrte <strong>Yusuf al-Qaradawi</strong> äußert sich hierzu ebenfalls wie folgt: &#8220;Gott hat in Sure 5:3 ausdrücklich zwischen den Landtieren differenziert, jedoch alles aus dem Meer erlaubt ohne dabei auf bestimmte Fischarten/Seetiere zu begrenzen.&#8221; <strong>(Islam&#8217;da Helal ve Haramlar S. 64).</strong></p>
<p>Für den ägyptischen Gelehrten <strong>Muhammad Abduh</strong> (gest. 1905) fand die Auslegung Abu Hanifas keine Grundlage im Koran und stützte sich dabei an Imam Schafiis Interpretation <em>(schafii, el-Umm 2/155)</em>, nämlich, dass alles aus dem Wasser ob Tot oder lebendig erlaubt sei <strong>(Tafsir&#8217;ul Menar 7/195).</strong></p>
<p>Diese Angelegenheit betreffend betrachten wir Abu Hanifas Auslegung nicht Korankonform, weil Gott in diesem Zusammenhang keine verbotenen Tiere erwähnt hat. So heißt es doch <strong>&#8220;Und Wir haben dir das Buch zur Erklärung aller Dinge herabgesandt&#8221;</strong> im Koran 16:89.</p>
<p>Für den ehemaligen Religionsminister der Türkei <strong>Prof. Dr. Süleyman Ates</strong> sind die angegeben Quellen der Beweis dafür, dass alles aus dem Wasser ohne Ausnahme erlaubt sei <strong>(siehe Koranenzyklopädie Bd. 3 S. 233; siehe auch Abu A&#8217;la el-Maududi &#8211; Tefhimu&#8217;l Kur&#8217;an Bd. 1 S. 514).  </strong></p>
<p>Das Verbot einiger Meerestiere zu verbieten widerspricht den oben zitierten Vers. Es würde bedeuten, Gottes Gesetzen etwas hinzuzufügen und sie somit ändern. Auch wenn diesbezüglich Überlieferungen existieren würden, die Abu Hanifas Sichtweisen entsprechen würden wir es ablehnen. Wenn es in 10:15 heißt, dass dem Propheten nicht zusteht sie (den Koran) zu ändern sondern nur dem folgt was ihm geoffenbart wurde, dann dürfen wir solche Urteile nicht für rechtmäßig erklären.   Deutlich zeigt sich dies in einer authentischen Überlieferung wie folgt: &#8220;Das Erlaubte ist das, was Gott in Seiner Schrift als erlaubt, und das Verbotene das, was Gott in Seiner Schrift  als verboten erklärt hat. Das, was Gott in Seiner Schrift nicht mitgeteilt hat, ist das, wovon die Menschen befreit sind. Überfordert euch deswegen nicht! <strong>at-Tirmidhi: Libas, 6 &amp; Ibn Mace: At&#8217;ima, 60.  </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>&#8220;Sprich: &#8220;Wollt ihr Gott über eure Religion belehren?&#8221; Koran 49:16.</strong></p>
<p><strong>&#8220;Der Fang aus dem Meer und sein Genuss sind euch &#8211; als Versorgung für euch und für die Reisenden &#8211; erlaubt, doch verwehrt ist (euch) das Wild des Landes (türk. kara avi), solange ihr pilgert. Und fürchtet Allah, vor Dem ihr versammelt werdet&#8221;</strong> Koran 5:96.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Ist es erlaubt gewesen, mit Sklavinnen unehelichen Geschlechtsverkehr zu haben?</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Sep 2012 19:00:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Baycan Yanar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[PDF DOWNLOAD &#160; &#8220;Und sich des Geschlechtsverkehrs enthalten, außer gegenüber ihren Gattinnen, oder was sie (an Sklavinnen) besitzen, (denn) dann sind sie nicht zu tadeln&#8221;. (Koran 70:30) Viele Koranexegeten folgern aus diesem Vers, dass ein unehelicher Geschlechtsverkehr mit Sklavinnen (türk. &#8230; <a href="http://tavhid.de/?p=1368">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://tavhid.de/?p=1368"><span style="color: #0000ff;"><strong><a href="http://tavhid.de/wp-content/uploads/2012/09/Ist-es-erlaubt-gewesen-mit-Sklavinnen-unehelichen-Geschlechtsverkehr-zu-haben.pdf"><span style="color: #0000ff;">PDF DOWNLOAD</span></a></strong></span><img class="aligncenter size-full wp-image-1375" title="Rasoul_Allah_Wallpaper_II_by_mido4design" alt="" src="http://tavhid.de/wp-content/uploads/2012/09/Rasoul_Allah_Wallpaper_II_by_mido4design.jpg" width="800" height="600" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>&#8220;Und sich des Geschlechtsverkehrs enthalten, außer gegenüber ihren Gattinnen, oder was sie (an Sklavinnen) besitzen, (denn) dann sind sie nicht zu tadeln&#8221;.</em><strong> (Koran 70:30)<span id="more-1368"></span></strong></p>
<p>Viele Koranexegeten folgern aus diesem Vers, dass ein unehelicher Geschlechtsverkehr mit Sklavinnen <em>(türk. Cariyeler)</em> legitim sei. Dies war in der Menschheitsgeschichte für viele Muslime ein Anlass dafür, Haushälterinnen bzw. Dienstmädchen zu missbrauchen oder zu vergewaltigen, was in Saudi Arabien heute noch vereinzelt verbrochen wird. Die Ausgabe <strong>&#8220;Junge Welt&#8221;</strong> schrieb am 6.9.2012: <em>&#8220;Die Sklavenhalter sind in aller Regel »weiße Mauren«, Araber, die vor allem im Norden leben. Die Leibeigenen stammen aus dem überwiegend schwarzen Süden. Meistens sind es Frauen und Kinder, die umsonst im Haushalt helfen oder auf den Feldern arbeiten müssen und oft von ihren Herren auch sexuell ausgebeutet werden&#8221;</em><strong> (Gerrit Hoekman)</strong>.</p>
<p>Wie wir anhand der Beispiele sehen werden, trägt nicht der Koran, sondern die Koranexegeten und ihre Interpretation die Verantwortung für solches Vergehen. Auch der zeitgenössische Gelehrte <strong>Prof. Dr. Süleyman Ates</strong> nimmt zu diesem Thema keine klare Stellung in seinem 12 Bändigen Koranexegete. Er kritisiert zwar die Sklavenhaltung in dem er sich an gewisse Koranverse stützt <em>(wie z.B. in 90: 12-13 wo es heißt: &#8220;Doch wie kannst du wissen, was das Hindernis ist? Die Befreiung eines Sklaven!&#8221;</em>), hinterfragt jedoch nicht das Thema mit dem Geschlechtsverkehr bzgl. der Sklaven:</p>
<p><em>&#8220;Der Koran hat die Sklaverei nicht erfunden, sondern es war eine gängige Praxis die viele Jahrhunderte vor dem Islam stattgefunden hat. Es hat sich in einer Zeit und Gesellschaft offenbart, wo diese weit verbreitet war. Der Koran hat sie nicht ins Leben gerufen,</em> <strong>sondern sie nur akzeptiert</strong>. <em>In vielen Koranversen wurden die Muslime aufgefordert, die Sklaven zu befreien und sie ermutigt, sie zu verheiraten und sie nicht schlecht zu behandeln&#8221;</em> <strong>(Süleyman Ates &#8211; Yüce Kur&#8217;an&#8217;in Cagdas tefsiri Band 6, S. 85).</strong> Er betrachtet die Sklaverei nur als historisch im Kontext, doch dass der Koran diese Art von Beziehung gegenüber den Sklaven wohl legitimiert und nicht abgeschafft hat, ist nach unserer Auffassung nicht hinzunehmen.</p>
<p>Ähnlich wird dieser Koranvers mit einem weiteren Vers des Korans bestätigt: <em>&#8220;Und sich des Geschlechtsverkehrs enthalten, außer gegenüber ihren Gattinnen, oder was sie (an Sklavinnen) besitzen, (denn) dann sind sie nicht zu tadeln&#8221;.</em> <strong>(Koran 23: 5-6.)</strong></p>
<p>Der pakistanische Gelehrte <strong>Abu A&#8217;la Mawdudi</strong> (gest. 1979) kommentiert diese Angelegenheit betreffend, dass Gott den Geschlechtsverkehr mit einer Sklavin ohne sie zu heiraten erlaubt. Seine philologische Begründung liegt darin, dass Gott in diesem Satz zwischen Ehepartner und Unfreien klar unterscheidet<strong> (siehe Tefhimu&#8217;l Kur&#8217;an Band 3, S. 402).</strong></p>
<p><strong>Seyyid Qutb</strong> (gest. 1966) kommentiert:<em> &#8220;Der Koran erlaubt die sexuelle Beziehung nur mit ihren Ehepartnern und Sklavinnen, die sie ja von rechts wegen besitzen</em>&#8221; <strong>(Fizilali&#8217;l Kuran Band 12, S. 22).</strong></p>
<p>Gebietet der glorreiche Koran tatsächlich den Geschlechtsverkehr mit einer Sklavin? Wie sollen wir diese Verse betrachten? Was sagen die anderen Verse dazu? Ist es philologisch und historisch vereinbar?</p>
<p>In anderen Passagen des Korans sehen wir, dass Gott den Muslimen empfiehlt, die Sklavinnen zu verheiraten:</p>
<p><em>&#8220;Verheiratet die ledigen Frauen und Männer, die unter euch sind, desgleichen die Rechtschaffenen unter euren Sklaven und Sklavinnen&#8221;!</em> <strong>(Koran 24:32)</strong><br />
<em>&#8220;Ihr sollt nicht verheiratete Frauen heiraten, ausgenommen die Frauen, die in eurem Besitz sind, die aus gerechter Kriegsbeute stammen (und deren Ehebande dadurch nichtig wurden)&#8221;.</em> <strong>(Koran 4:24)</strong></p>
<p>Wie kann es sein, dass Gott im Koran einmal die uneheliche Beziehung gegenüber den Sklaven gebietet, und andererseits dass heiraten bzw. verheiraten empfiehlt?</p>
<p>Die Begriffe <em>&#8220;Oder jene, die ihre rechten Hände besitzen</em> <strong>(aw ma malakat aymanuhum</strong>)&#8221; sind laut Muhammad Asad wie folgt zu deuten:</p>
<p><em>Einige der hervorragendsten Kommentatoren vertreten zu 4:24 die Ansicht, dass</em> <strong>&#8220;ma malakat aymanuhum&#8221;</strong> <em>hier bedeutet</em> &gt;&gt; <strong>Frauen, die ihr durch Ehe rechtmäßig besitzt</strong> &lt;&lt;; <em>so</em><strong> Fahreddin Razi</strong> <em>(gest. 1209) in seinem Kommentar</em> <strong>&#8220;Mefatihu&#8217;l Gayb&#8221;</strong> <em>zu diesem Vers</em>. <strong>Razi</strong><em> weist darauf hin, dass der Bezug auf</em>  &gt;&gt;<strong> alle verheirateten Frauen</strong> &lt;&lt; <em> (al-muhsanat min an-nisa)</em>,<em> der ja auf die Aufzählung der verbotenen Verwandtschaftsgrade folgt, das Verbot von geschlechtlichen Beziehungen mit allen Frauen außer der eigenen rechtmäßigen Ehefrauen betonen soll. Die Koranexegeten nehmen zu 23:6-7 unhinterfragt an, dass sich <strong>(aw ma malakat aymanuhum</strong>)  auf weibliche Sklaven bezieht und dass die Partikel &#8220;</em><strong>aw<em>&#8220;</em></strong><em> (oder) eine statthafte Alternative bedeutet. Diese übliche Interpretation ist meines Erachtens insofern unzulässig, als sie auf der Annahme beruht, dass Geschlechtsverkehr mit der weiblichen Sklavin ohne Eheschließung erlaubt ist. Eine Annahme, der vom Koran selbst</em><strong> widersprochen</strong><em> wird (siehe </em><strong>4:3, 4:24, 4:25</strong><em> und </em><strong>24:32<em>) &#8211; (siehe hierzu: Muhammad Asad &#8211; Die Botschaft des Koran S. 154 &amp; 653; Mustafa Islamoglu &#8211; Hayat Kitabi Kur&#8217;an S. 661; wie auch Ihsan Eliacik &#8211; Yasayan Kur&#8217;an S. 166).</em></strong></p>
<p>Einer Überlieferung zufolge heißt es: <em>&#8220;Qatada (gest. 674) sagt: Eine Frau hatte mit ihrem Sklaven Geschlechtsverkehr in dem sie sich auf den Vers 6-7 der Sure 23 (Mu&#8217;minun) bezog. Sie wurde daraufhin zu Omar bin Hattab (dem 2. Kalifen) gebracht. Omar erwiderte: &#8220;Du hast den Vers nicht rechtmäßig ausgelegt!&#8221;, schlug dann den Sklaven und sein Urteil über die Frau war, dass sie von nun an keinem Muslim mehr <strong>zur Ehe erlaubt se</strong></em>i&#8221;<strong> (siehe Ibn Kathir Tafsir Band 6, S. 465).</strong></p>
<p>Das Urteil vom 2. Kalifen Omar ist mit dem Geist des Koran nicht kompatibel. Es verstößt gegen sämtliche regeln der Offenbarung, einer Frau wegen einer falschen Interpretation für immer die Ehe mit einem Muslim zu verwehren. Durch das heranführen der Überlieferung ist es nicht beabsichtigt, Omars Urteil rechtlich darzustellen, sondern lediglich darin, dass die <strong>Interpretation </strong>der Frau diesbezüglich von Omar nicht akzeptiert wurde. Eigentlich genügen zwei Koranverse der Sure <strong>&#8220;Die Frauen&#8221;,</strong> um Omars Rechtssprechung über die eheliche Zukunft der Frau zu <strong>bestimmen</strong>!</p>
<p><em>&#8220;Wer Böses begeht oder sich selbst Unrecht tut und dann Gott um Vergebung bittet, </em><strong>wird Gott voller Vergebung und Barmherzigkeit finden<em>&#8220;</em></strong> (Koran 4:110).<br />
<em>&#8220;Wahrlich, Allah wird es nicht vergeben, daß Ihm Götter zur Seite gestellt werden: </em><strong>doch Er vergibt, was geringer ist als dies<em>, wem Er will&#8221;</em></strong> (Koran 4:116).</p>
<p>Wie wir oben anhand der Beispiele sehen konnten, handelt es sich hier um einen grammatikalischen Fehler bei der Deutung <em><strong>&#8220;aw ma malakat aymanuhum</strong>&#8220;</em>  der Gelehrten. Daher können wir getrost davon ausgehen, dass der Koran unehelichen Geschlechtsverlehr mit Sklavinnen <strong>nicht</strong> zugelassen hat. In vielen Hadith-Überlieferungen wird davon berichtet, dass Männer sogar mit verheirateten Frauen, die im Krieg erbeutet wurden sexuellen Verkehr praktizieren durften <strong>(siehe  hierzu: Muslim, Rada b. 9, h. 33-35; Abu Dawud, Nikah: 45; Darimi, Talak: 36; 9/51).</strong></p>
<p>Auch ist es in den Überlieferungen nicht zu übersehen, dass der Prophet die Muslime immer dazu ermutigt hat, die Sklavinnen gut zu behandeln und ggf. freizulassen, ihren Besitzer nicht als &#8220;mein Herr&#8221; anzusprechen und die Besitzer ihre Sklaven nicht als &#8220;mein Sklave&#8221; zu bezeichnen <strong>(Buhari, Itk: 17; Muslim, Elfaz, Bab: 3, hadis: 13, 15; Abu Dawud, Adab: 75; Ibn Hanbal, 2/316, 423&#8230;)</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>&#8220;(&#8230;) und die auf ihre Keuschheit achten, (nicht ihrem Verlangen nachgeben) mit irgend jemandem außer ihren Ehepartnern &#8211; das heißt jene, die sie rechtmäßig (durch Ehe) besitzen (&#8230;) (Koran 23: 5-6, Übersetzung nach Muhammad Asad).</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Weshalb ist eine zeitgenössische Koraninterpretation notwendig?</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 19:11:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Baycan Yanar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[PDF DOWNLOAD &#160; Zum Thema möchten wir zwei rationalorientierte Gelehrte und Korankommentatoren des 20. Jahrhundert besonders hervorheben. Der mit 14 Bänden verfasstes Werk (Tafsiru&#8217;l Manar) von Sheikh Muhammad Abduh aus Ägypten (gest. 1905), ein rationalorienterter Gelehrte sah eine Notwendigkeit den &#8230; <a href="http://tavhid.de/?p=1339">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://tavhid.de/?p=1339"><span style="color: #0000ff;"><strong><a href="http://tavhid.de/wp-content/uploads/2012/05/Weshalb-ist-eine-zeitgenössische-Koraninterpretation-notwendig.pdf"><span style="color: #0000ff;">PDF DOWNLOAD</span></a></strong></span><img class="aligncenter size-full wp-image-1340" title="vav-2" alt="" src="http://tavhid.de/wp-content/uploads/2012/05/vav-2.jpg" width="600" height="450" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zum Thema möchten wir zwei rationalorientierte Gelehrte und Korankommentatoren des 20. Jahrhundert besonders hervorheben.<span id="more-1339"></span></p>
<p>Der mit 14 Bänden verfasstes Werk<em> (Tafsiru&#8217;l Manar)</em> von <strong>Sheikh Muhammad Abduh</strong> aus Ägypten (gest. 1905), ein rationalorienterter Gelehrte sah eine Notwendigkeit den Koran für die heutige Zeit neu auszulegen, weil viele klassischen Koranexegeten eher eine Darstellung für ihre entsprechende Zeit und Kontext waren. Viele Gelehrten aus dem 20 Jahrhundert profitierten sehr von ihm. Beispiel der österreichische Gelehrte <strong>Muhammad Asad</strong> (gest. 1990) wie auch der liberale Theologe und Dekan <strong>Yasar Nuri Öztürk</strong> <em>(der verfälschte Islam)</em>. <strong>Muhammad Asads Korankommentar</strong> <em>(Die Botschaft des Koran)</em> hatte Anfangs in Saudi Arabien große Empörung hervorgerufen. Seine Werke wurden zunächst verbrannt und verboten. Der Grund dieser Reaktion war, dass Asad z.B. viele Dinge im Koran als <strong>allegorisch-rational</strong> betrachtete, während sich seine Gegner an einer buchstabengetreuen Auslegung klammerten. Asads Korankommentar wird wieder weltweit verkauft und zudem in mehreren Sprachen übersetzt. Heute noch werden zahlreiche Gelehrte seitens der konservativen Traditionalisten diffamiert, weil sie durch ihre zeitgemäße Auslegung des Korans als liberal und somit unislamisch bezeichnet werden. Der Koranwissenschaftler <strong>Nasr Hamid</strong> <strong>Abu Zaid</strong> (gest. 2010) wurde sogar aus Ägypten/Kairo vertrieben, zwangsgeschieden und lebte bis zu seinem Tod in den Niederländen im Exil. Eines der Gründe dafür war z.B., dass er die Körperstrafen die im Koran aufgeführt sind als historisch im Kontext und nicht universell betrachtete:<em> &#8220;Der Koran hat sich diese Strafen nicht ausgedacht, sondern es waren die Strafen, die die Gesellschaften damals angewendet haben. Hier zählt nicht der Buchstabe der gesetzlichen Regulierungen, sondern es kommt auf die tiefere Bedeutungsebene an, darin liegt die ethische Botschaft&#8221;</em> <strong>(Abu Zaid &#8211; Mohamed und die Zeichen Gottes)</strong></p>
<p>Weshalb werden die Erneuerer des Islams auf diese Art beschuldigt? Was ist der Grund für solch eine Reaktion?</p>
<p>Die Rechtsschulen besonders aber die hanefitische, gegründet von <strong>Abu Hanifa</strong> (gest. 765), legten den Koran in ihrer Zeit gemessen aus. Sie erneuerten viele Dinge im Verständnis des Korans ihrer Zeit entsprechend. Diese Herangehensweise war für die Rechtsgelehrten ein unantastbarer Bedürfnis, den Koran durch Ictihad<em> (Selbstständiges Urteil &amp; Forschung)</em> zu interpretieren. Die 4 Rechtsschulen die wir heute im sunnitischen Islam kennen, ist der Ausgang seit seiner Gründung. Die Präzision Abu Hanifas Jurisprudenz und die Erleichterungen seiner Rechtsschule sind weltberühmt, weshalb sie durch die meisten Muslime angenommen wurde. Die meisten Türken und natürlich Millionen Muslime aus verschiedenen Ländern bekennen sich zu dieser Strömung, während der geringere Teil z.B. der Araber die malikitische Schule bevorzugen. Doch seit dieses Tor <em>(ictihad</em> &#8211; <em>Selbstständiges Urteil &amp; Forschung</em>) Anfang des 16. Jahrhunderts geschlossen wurde, ist die muslimische Gemeinschaft im Wissensbereich somit ausgestorben und es entstanden Sekten wie die<strong> salafisten</strong>, deren Wurzel im 18. Jahrhundert liegt, gegründet von <strong>Muhammad Ibn Abdel Wahab</strong> (gest. 1792), die eine Art Reform etablierte, zu versuchen suchte in die Zeit des Propheten zurück zu gelangen. Sie orientierten sich somit einer Tradition, die bestritten in Hadithen widersprüchlich überliefert wurde und einer wortwörtlichen Auslegung des Korans. <strong>Muhammd Abduhs</strong> Kritik an die strikte Orientierung der Rechtsschulen ist in seinem Korankommentar nicht zu übersehen: &#8220;<em>Man müsse zum Koran und den authentischen Hadithen zurückkehren, um die Muslime von den Fesseln des taqlids (blinde Nachahmung) zu befreien und Einheit unter den Muslimen zu stiften, denn die Rechtsschulen hätten Zwietracht unter den Muslimen gesät&#8221;</em> <strong>(Tafsiru&#8217;l Menar 7/ 315-321).</strong></p>
<p>Zusammenfassend lässt sich sagen, dass <strong>Muhammad Abduh</strong> mit seinem Korankommentar den Hauptimpuls dafür gegeben haben, den Koran neu zu verstehen und zu interpretieren.</p>
<p>Ähnlich verhält es sich mit dem Gelehrten und damaligen Präsidenten für religiöse Angelegenheiten der Türkei (Diyanet)<strong> Prof. Dr. Süleyman Ates</strong> (geb. 1933.)</p>
<p>Sein wichtigster und bekanntes Werk ist die zeitgenössische Interpretation des Korans <strong>(Yüce Kur&#8217;an&#8217;in Cagdas Tefsiri)</strong> in 12 Bänden, welches in zwanzig Jahren vollendet wurde. Sein jüngstes Werk trägt den Titel <strong>Enzyklopädie des Korans</strong> und umfasst 30 Bände. Der Gelehrte Ates wird zwar von vielen Muslimen verehrt, die ein rationales Gedankengut vertreten, jedoch gibt es auch zahlreiche Muslime vor allem aus der Türkei und Deutschland, die ihn ablehnen und eine traditionelle Sichtweise bevorzugen. Ates , der sich zu seinem Vorhaben an verschiedenen Stellen seiner Zeitschrift äußert, sagte in einem Gespräch:</p>
<p><em>&#8220;Ab einem bestimmten Zeitpunkt habe ich festgestellt, dass der Koran nicht ganz verstanden worden ist. Der Koran ist noch heute unerforscht. Es gibt zwar eine gelebte Religion, aber im Grunde genommen ist diese gelebte Religion keine Religion des Korans. Was man unter Religion versteht, ist nicht das, was im Koran als Glaube abgehandelt wird. Ich arbeite,</em><strong> um den Glauben des Korans dem Aberglauben überlegen zu machen</strong><strong> &gt;Selcuk: Prof. Dr. Süleyman Ates (1997), S. 68&lt; Siehe auch Prof. Dr. Abdullah Takim &#8211; Koranexegese 20.Jahrhunder S. 367<br />
</strong></p>
<p>Der europäische Islamwissenschaftler mit ägyptischen Wurzeln <strong>Tariq Ramadan</strong> äußerte sich zum Thema in seinem viel geachteten Buch <strong>&#8220;Radikale Reform&#8221;</strong> wie folgt:</p>
<p><em>&#8220;In der Religion gibt es keine Reform, denn sie ist eine göttliche Einrichtung. Wohl aber gibt es eine Reform in der Religionsausübung und dem Islamischen Recht, denn sie sind menschliche Einrichtungen. Der Koran besitzt solch eine wunderbare Elastizität, dass er dem Menschen stets ermöglicht, seine Zeitlosen Religionsprinzipien derart zu bewerten, dass er die Bedürfnisse der Religionsausübung verschiedener Epochen und Gesellschaften befriedigt. Unsere Interpretation und unser Verständnis der Texte werden Mithilfe dieser Gelehrten und Denker erneuert. Sie werden neue Perspektiven eröffnen um uns in die Lage zu versetzen, uns den Herausforderungen der jeweiligen Zeit zu stellen&#8221;</em><strong>(Radikale Reform S. 34-39).</strong></p>
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		<title>Wieso nicht Koran allein?</title>
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		<pubDate>Tue, 08 May 2012 21:21:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Baycan Yanar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[PDF DOWNLOAD &#160; Zum Thema Hadith (Aussprüche des Propheten) gibt es unterschiedliche Überlierfungen. Zum einen heißt es, dass zur Lebzeiten des Propheten verboten war, einige Hadithe niederzuschreiben und zum einen, die es legitimieren. Eine Minderheit der Muslime verwenden das Verbot &#8230; <a href="http://tavhid.de/?p=1323">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://tavhid.de/?p=1323"><span style="color: #0000ff;"><strong><a href="http://tavhid.de/wp-content/uploads/2012/05/Wieso-nicht-Koran-allein.pdf"><span style="color: #0000ff;">PDF DOWNLOAD</span></a></strong></span><img class="aligncenter size-full wp-image-888" title="hadith2fx2" alt="" src="http://tavhid.de/wp-content/uploads/2011/01/hadith2fx2.jpg" width="700" height="457" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zum Thema Hadith (Aussprüche des Propheten) gibt es unterschiedliche Überlierfungen. Zum einen heißt es, dass zur Lebzeiten des Propheten verboten war, einige Hadithe niederzuschreiben und zum einen, die es legitimieren.<span id="more-1323"></span> Eine Minderheit der Muslime verwenden das Verbot der Niederschrift als Grund dafür, die Sunna bzw. die Hadithe komplett zu verwerfen. Hierzu werden wir die primären Quellen zu Wort kommen lassen um einige Unstimmigkeiten zu beseitigen.</p>
<p>Die zu kritisierenden Punkte sind folgende:<br />
Die Sammlungen hatten den selben Status wie der Koran und wurde somit als die &#8220;Zweite Alternative&#8221; betrachtet. Um die ganze Sache etwas heilig zusprechen, wurde folgender Hadith erfunden und im Umlauf gesetzt: <strong>Abdullah b. Amr. As (gest. 684 n.Chr.) sagte;</strong> <em><strong>&#8220;Ich habe alles was der Gesandte Gottes sagte aufgeschrieben und auswendig gelernt. Aus dem Grund haben mich die Kureysch verstoßen. Daraufhin habe ich aufgehört diese sachen niederzuschreiben und ich erzählte diese Situation dem Gesandten Gottes. Er Sagte: &#8220;Schreib es Nieder! Bei dem, Der meine Seele in der Hand hat, was aus meinem Munde kommt, ist niemals eine Lüge&#8221;.</strong></em> <strong>(Ibn Hanbal; Musnad, 2/162)</strong></p>
<p>Weder die Religion, noch die Geschichte würde zulassen, diesen Hadith als authentisch zu betrachten. Weil <strong>Abdullah b. Amr</strong>, in der mekkanischen Zeit noch ein 7 Jahre altes Kind war. Diese Situation hätte sich in Medina ebenfalls nicht angeeignet, denn die Kureysch existierten nicht in Medina sodass sie <strong>Abdullah b. Amr</strong> hätten austossen können.</p>
<p>Es folgen weitere Beispiele, wie mit den Hadithen umgegangen wurde:</p>
<p>Von Abu Sa&#8217;d Ata b. Yesar wurde dies berichtet; <em><strong>&#8220;Wir baten den Gesandten Gottes um die Erlaubnis, seine Ausprüche aufzuschreiben aber er hat es uns verboten:&#8221; </strong></em><strong>(Tirmidhi, ilm 11; Muslim, zuhd, 72)</strong></p>
<p><strong>Abu Bakr</strong> der 1. rechtgeleitete Kalif, ließ die Muslime nach dem Tod des Propheten versammeln und sprach: <em><strong>&#8220;Ihr überträgt von dem Gesandten Gottes verschiedenartige Hadithe. In diesem Fall werden die nächsten Generationen einer noch größeren Uneinigkeit befinden. Hört auf, Hadithe zu übertragen! Wenn von euch verlangt wird, Hadithe zu bringen so sagt dann: Gottes Buch ist bei uns. So haltet für erlaubt, was es euch gebietet und für verboten, was es euch untersagt.&#8221;</strong> </em><strong>(Zehebi, Tezkire 1/3)</strong></p>
<p>Der 2. <strong>Kalif Ummar ibn al Khattap</strong> verlangte von der Gemeinschaft, dass jeder der eine Aussage des Propheten schriftlich aufbewahrt hatte, ihm zu übergeben. Daraufhin kamen ca. 500 Aussagen zusammen und er sah einige gravierende Unstimmigkeiten. Als er dies bemerkte, empfahl er der Gemeinde keinen anderen Text außer dem Qur’an zu folgen <em><strong>(Ibn Sa’d, Leiden baskisi, 5/140). </strong></em></p>
<p><em><strong>Dhahabi berichtet: Der Kalif Abu Bakr verfasste eine Arbeit, die fünfhundert Überlieferungen des Propheten enthielt. Er überliess sie seiner Tochter Aischa, aber gleich am nächsten Tage forderte er sie zurück und zerstörte sie. (Muhammad Hamidullah &#8211; Der Islam S. 58)</strong></em></p>
<p>In einem anderen Hadith Überliefert heißt es: &gt;&gt;<em>Höret auf mich und folget mir, solange ich unter euch weile. Nach meiner Zeit, so rate ich euch, klammert euch an das Buch Gottes. Haltet für erlaubt, was es euch gebietet und für verboten, was es euch untersagt.&lt;&lt; <strong>[vgl. Elbani, el-Ahadis es-Sahiha, 3/358-360].</strong></em></p>
<p><em><strong>Wenn der Prophet des Islam audrücklich vorgeschrieben hätte, seine Aussprüche schriftlich aufzubewahren, wie kam es dann dazu dass die engsten Gefährten alle schriftlich festgelegten Hadithe zu zerstören?</strong></em></p>
<p>Weiter heißt es: &#8220;Niemand soll von mir etwas anderes außer dem Koran Niederschreiben. Wer etwas anderes niederschreibt, der soll es sofort zerstören&#8221;. <strong>(Muslim, Zuhd 72; Hanbel 3/ 12,21,39)</strong></p>
<p>Um auf die Geschichte von <strong>Abdullah b. Amr. As</strong> zurückzukommen, ist dies nicht die einzige Überlieferung. Denn es exisitert noch eine andere Version, die historisch nicht umstritten ist. Der <em>Hadithgelehrte</em> <strong>Ibn Kuteybe (gest. 889)</strong> überliefert: &#8220;<strong>Abdullah b. Amr. As</strong> fragte den Propheten: &#8220;&#8221; O Gesandter Gottes, darf ich alles niederschreiben was ich von dir höre?&#8221;". <strong>Der Gesandte</strong>: &#8220;&#8221;Schreib es auf&#8221;". <strong>Abdullah b. Amr. As</strong>: &#8220;&#8221;Auch wenn du wütend bist?&#8221;". <strong>Der Gesandte</strong>: &#8220;&#8221;Auch wenn ich wütend bin! Denn in beiden Situationen spreche ich nur die Wahrheit&#8221;". <strong>Hanbel, Müsned 2/ 162, 192, 207</strong>.</p>
<p>Zu dem Verbot und der Erlaubnis der Hadithe, sie schriftlich festzulegen äußert sich <strong>Ibn Kuteybe</strong> wie folgt: <em>&#8220;&#8221;Wir sind der Ansicht, dass in dieser Angelegenheit keine Wiedersprüche vorhanden sind. Hierzu sind zwei Sichtweisen möglich&#8221;". </em></p>
<p><em>1. Man könnte meinen, dass unter den Hadithen eine Abrogation existiert. Nach der Zustimmung des Propheten wurden vorab Hadithe aufgeschrieben, und als er erkannte, dass sie im nachhinein in einer hohen Anzahl existierten und es fast unmöglich war sie im Gedächtnis zu behalten, hat er die Niederschrift verboten. </em></p>
<p><em>2. Die Niederschrift wurde nur <strong>Abdullah b. Amr. As</strong> genehmigt. Da er gut lesen und schreiben konnte bzw. viele alte Bücher las, war er im Gegensatz zu den anderen der einzige Vertrauenswürdige Person gewesen, was das lesen und schreiben anbelangt. Er war sprachlich sehr begabt und konnte zu dem auch fließend hebräisch. Der Prophet hatte das Gefühl dass er nichts falsch machen konnte und hat sich deshalb auf ihn verlassen.</em> <strong>Ibn Kuteybe; Te&#8217;vilu Muhtelif-il Hadis (Hadis Müdafaasi) S. 431.</strong></p>
<p>Was bedeutet es, wenn es heißt:<em> &#8220;Niemand soll von mir etwas anderes außer dem Koran Niederschreiben. Wer etwas anderes niederschreibt, der soll es sofort zerstören&#8221;?</em></p>
<p>Ohne eine Genehmigung des Propheten durfte nichts aufgeschrieben werden. Der Grund ist, wie wir es bereits oben erläutert haben. Zu dem hatte er noch große bedenken gehabt, dass die Leute zwischen Hadithe und Koranverse nicht mehr unterscheiden könnten wenn sie vom Propheten unbeaufsichtigt niedergeschrieben wurden. Obwohl der Koran die Unnachahmligkeit besitzt, könnten die unerfahrenen und neu konvertierten Muslime diese jedoch zu der Zeit unmöglich differenzieren.</p>
<p>Wenn es weiterhin heißt: <em>&#8220;&#8221;Höret auf mich und folget mir, solange ich unter euch weile. Nach meiner Zeit, so rate ich euch, klammert euch an das Buch Gottes. Haltet für erlaubt, was es euch gebietet und für verboten, was es euch untersagt&#8221;", </em>dann ist offenkundig von verbotenen und Erlaubten Dingen die Rede, die aus dem Koran zu entnehmen sind. Der Koran hat hierzu nichts ausgelassen. Das Beispiel des Propheten dient nur dazu, wie er die Gesetze Gottes praktiziert und umgesetzt hat: <strong>&#8220;Sprich: &#8220;&#8221;Es steht mir nicht zu, ihn aus eigenem Antrieb zu ändern. Ich folge nur dem, was mir offenbart wurde&#8221;</strong> Koran 10:15. Oder <strong>&#8220;Ihr habt im Propheten ein schönes Vorbild&#8221;</strong> Koran 33:21.</p>
<p>Die Behauptung, dass der Koran alleine ausreicht kann in mehreren Punkten wiederlegt werden z.B. das Thema Diebstahl. Der Koran nennt zwar eine Strafe, doch ab welchem Wert diese umgesetzt wird ist nicht angegeben. Es wäre ungerecht zu behaupten, dass der Wert keine Rolle spielt. Wäre es wirklich gerecht, wenn jemand etwas wertvolles stiehlt und dabei dieselbe Strafe bekommt wie jener, der im Vergleich nur ein Bruchteil des Wertes gestohlen hat? <strong>&#8220;Das Wort deines Herrn wird vollendet sein in Wahrheit und Gerechtigkeit&#8221;</strong> heißt es im Koran 6:115.</p>
<p>Der Prophet hat folgendes zum Thema Diebstahl festgesetzt: Bei einem Wert von <strong>1/4</strong> Dirhem wurde die Strafe vollzogen. Siehe <strong>Buhari Hudud 13; Muslim Hudud 2; Abu Dawud Hudud 12; Nesa-i, Sarik 9, 10; Ibn Hanbel Musned 2/36, 41 wie auch Süleyman Ates Band 2 S. 525.</strong> Dass <strong>Abu Hanifa</strong> jedoch als einzige Rechtsschule erst ab 10 Dirhem dieses Urteil für rechtmäßig erklärte begründete er damit, dass der Wert damals 1/4 Dirhem heute (8. Jahrhundert) einen Wert wie 10 Dirhem hatte <strong>(vgl. Die Selbe Quelle von Süleyman Ates)</strong>.</p>
<p>Im folgendem Vers wird hervorgehoben, dass der Prophet die Verse nicht nur ankündigt, sondern <em>(beyan) sie der Gemeinschaft offenlegt bzw. erläutert: <strong>&#8220;&#8221;Mit deutlichen Zeichen und Schriften. Und Wir haben dir die Ermahnung hinabgesandt, auf daß du den Menschen erklären (beyan) mögest, was ihnen hinabgesandt ward, und daß sie nachdenken&#8221;"</strong> (16:44). Der Begriff &#8220;beyan&#8221; bedeutet im arabischen, etwas offenzulegen, zu erläutern. Demzufolge können wir anhand dieser Koranverse erkennen, dass dem Propheten beauftragt wurde den Koran zu verkünden und sie zu erläutern <strong>(siehe Kutub-i Sitta 1/347)</strong>.</em></p>
<p><em>Der Grund für diesen Artikel liegt nicht darin, alle Hadithe zu verwerfen sondern zu differenzieren. Es werden massenweise Hadithe in die Welt gesetzt, die im Koran ihre Bestätigung nicht finden und sich sehr stark im Widerspruch zum Buche Gottes befinden. Diese Quellen sollten bezwecken, viele Hadithe kritisch zu betrachten.<strong> Wir haben die Pflicht,</strong></em> Überlieferungen zu folgen die dem Qur’an nicht widersprechen (Beispiel; Das Gebet, der Umgang mit Menschen etc.).</p>
<p><em>Der  Gründer der ersten sunnitischen Rechtsschule Abu Hanifa (gest. 767 n.Chr.) überlieferte uns in seinem Werk: </em></p>
<p><em><strong>“Der Botschafter Gottes würde sich niemals im Widerspruch zum Koran befinden. Wenn er sich zum Buche Gottes widersprüchlich verhalten hätte, würde er kein Gesandter/Botschafter Gottes sein”. (Abu Hanifa – el-Alim ve’l Muteallim S. 32-33)</strong></em></p>
<p>Der damalige Präsident für religiöse Angelegenheiten der Türkei und Koran Kommentator eines 12 bändigen Koranexegete und 30 bändigen Koran Enzyklopädie<strong> Prof. Dr. Süleyman Ates</strong>  äußert sich zum Thema Hadith wie folgt: &#8220;Wenn der Koran das Gesetz ist, dient ein Hadith nur dazu sie vorbildlich umzusetzen und zu erläutern, nicht dem Gesetz zu wiedersprechen. Wenn von einem Hadith die Rede ist dass sich dem Gesetz wiederspricht oder ändert, dann handelt es sich offenkundig um erfundene Überlieferungen. <span style="text-decoration: underline;"><strong>Gercek Din Bu 2/68</strong></span></p>
<p><strong>1. Es gibt keinen Gott außer Gott, 2. Muhammad ist Sein Gesandter.</strong> Man könnte sagen, daß <strong>der zweite Teil der Glaubensbekenntnis</strong> &gt;&gt;Muhammad rasulullah&lt;&lt; die erste auf die Erde herabbringt, und die zweite zu leugnen würde bedeuten, daß man alle Verbindung mit der ersten durchtrennt. Der Prophet ist per definitionem nahe bei Gott, da er Sein Gesandter ist, und &gt;&gt;der Prophet steht den Gläubigen näher als sie sich selber.&lt;&lt; (Sure 33, Vers 6). Er ist deshalb der Verbindungsglied zwischen Schöpfer und Geschöpf. Der Name Muhammad bedeutet &gt;&gt;Der Vielgepriesene&lt;&lt;, und da er ein Mensch und nicht mehr als ein Mensch ist, weist dies auf die Vollkommenheit und Herrlichkeit der Schöpfung hin,  wenn sie der Absicht ihres Schöpfers treu bleibt. Er verkörpert die menschliche Norm und ist deshalb das Vorbild für jeden Muslim. Ohne dieses Vorbild wüßten wir nicht, wie wir uns in unserer Person und in unserem Leben der Warheit entsprechend verhalten könnten, die in der ersten Schahadah ausgesagt wird <em>(Charles Legai Eaton aus seinem Werk &gt;&gt;Der Islam und die Bestimmung des Menschen).</em></p>
<p><em><strong>Als Abschluss wollen wir uns mit der 4:87 begnügen: </strong></em><em><strong> [...] Wessen Wort/Ahadith ist zuverlässiger als Allahs? [...]</strong></em></p>
<p>Dieser Letzte Vers trägt nicht die Botschaft, den Propheten als unzuverlässig zu erklären. Die Weisheit des Propheten ist ebenfalls als Bestandteil der Offenbarungen zu unterstreichen. Nämlich <strong>die Wahl Gottes</strong>, jenen als Warner zu schicken die mit besonderer Fähigkeit und Weisheit ausgeschmückt war: <em>&#8220;Gott hat dir das Buch </em><span style="text-decoration: underline;"><strong>und</strong></span><em> die Weisheit herabgesandt und dich gelehrt, was du nicht wußtest&#8221;.  (Koran 4:113)</em></p>
<p><strong>Muhammad Abduh</strong> (gest. 1905) sieht in der Weisheit nicht nur den Koran, sondern trennt in diesem Vers den Begriff <strong>&#8220;Kur&#8217;an&#8221;</strong> und <strong>&#8220;Hikma&#8221;</strong> (Weisheit) in dem er dieses als die Weisheit des Propheten identifiziert <strong>(Tafsiru&#8217;l Manar 2/20).</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Arabisch um den Koran zu verstehen?</title>
		<link>http://tavhid.de/?p=1303</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Apr 2012 06:55:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Baycan Yanar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[PDF DOWNLOAD Zu behaupten, man dürfe den Koran nicht übersetzen und müsse nur aus dem arabischen Text gelesen werden: Diese herangehensweise, einige (auserwählte) Sprachen für unantastbar oder heilig zu erklären wurde schon im Mittelalter bei den Christen &#38; Juden verübt. &#8230; <a href="http://tavhid.de/?p=1303">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #0000ff;"><strong><a href="http://tavhid.de/wp-content/uploads/2012/04/Arabisch-um-den-Koran-zu-verstehen.pdf"><span style="color: #0000ff;">PDF DOWNLOAD</span></a></strong></span><a href="http://tavhid.de/?p=1303"><img class="aligncenter size-full wp-image-1284" title="alquranwall" alt="" src="http://tavhid.de/wp-content/uploads/2012/04/alquranwall.jpg" width="1024" height="712" /></a></p>
<p>Zu behaupten, man dürfe den Koran nicht übersetzen und müsse nur aus dem arabischen Text gelesen werden:</p>
<p>Diese herangehensweise, einige (auserwählte) Sprachen für unantastbar oder heilig zu erklären wurde schon im Mittelalter bei den Christen &amp; Juden verübt.<span id="more-1303"></span> Die Rabbiner, Päpste z.B. haben die <strong>Lateinische Sprache</strong> für heilig erklärt und es verboten, die <strong>Thora</strong> und die <strong>Bibel</strong> zu übersetzen. Dieselbe Krankheit hat sich seit Jahrhunderten (obwohl der Koran sich deutlich gegen stellt) auch bei den Muslimen verbreitet. Im frühem Alter wird eingeprägt, dass der Koran nicht übersetzt werden könne und es ausreicht auf arabisch zu rezitieren. Das arabische sei <strong>die Sprache des Paradieses</strong> heißt es in erfunden Hadith-Überlieferungen.</p>
<p>Folgende Koranverse wollen wir auflisten die als Begründung dafür verwendet werden:</p>
<p><strong>&#8220;Wir haben es auf Arabisch offenbart, damit ihr es versteht&#8221;.</strong> (Koran 12:2)</p>
<p><strong>&#8220;So haben Wir den Koran als Richtschnur in arabischer Sprache herabgesandt&#8221;.</strong> (Koran 13:37)</p>
<p><strong>&#8220;Wir haben es zu einem arabischen Koran gemacht, auf dass ihr darüber nachdenken möget&#8221;.</strong> (43:3)</p>
<p>Was bedeutet es, wenn der Koran wiederholt betont, dass er in „einfachem Arabisch“ offenbart worden sei?</p>
<p>Wenn wir die angegebenen Verse genauer betrachten wird folgendes klar: Der Koran ist in arabischer Sprache offenbart worden weil Gott <em>(Koran 14:4)</em> die Sprache der Menschen berücksichtigt, zu denen Er Seinen Boten schickt: <strong>&#8220;Wir haben keinen Gesandten geschickt, der nicht in der Sprache seines Volkes die Offenbarung klar verkündete&#8221;.</strong> Wie sonst könnte man darüber nachdenken? Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche andere Verse die uns zu verstehen geben, dass wir über den Koran detailliert nachdenken/verstehen müssen:</p>
<p><strong>&#8220;Der Koran ist ein segensreiches Buch, das Wir dir herabgesandt haben und über dessen Verse sie nachdenken müssen&#8221;.</strong> (Koran 38:29)</p>
<p><strong>&#8220;So legen Wir die Zeichen (ayats) dar für Menschen, die sich ihres Verstandes bedienen&#8221;.</strong> (Koran 10:24)</p>
<p><strong>&#8220;Sie sollten sich doch gründlich Gedanken über den Koran machen!&#8221;.</strong> (Koran 4:82)</p>
<p>Selbstverständlich unterstreicht der Koran, dass es mehrdeutige Verse gibt, wo niemals eine Konsens unter den Gelehrten geherrscht hatte wie zum Beispiel der Vers 15 der Sure 22: <strong>&#8220;Wenn einer meint, dass Gott ihm im Diesseits und Jenseits nicht helfen werde, mag er mit einem Seil den Himmel zu erreichen suchen und es hierauf abschneiden! Und dann mag er schauen, ob diese seine List dahinschwinden lässt, worüber er grollt!&#8221;.</strong> Alle Gelehrten vom ersten bis zum zeitgenössischen Kommentatoren legten diesen Vers unterschiedlich aus. Viele Verse gibt es, die der Menschheit zur gewisser Zeit verborgen bleibt und das Wissen einiger Rätselverse Gott allein verfügt. <em>Die Beste Koraninterpretation ist die Zeit</em> sagt <strong>Prof. Dr. Yasar Nuri Öztürk.</strong> Darüber hinaus gibt es auch eindeutige Koranverse und diese werden als die <strong>Mutter des Buches</strong> bezeichnet: <strong>&#8220;Es enthält eindeutige, grundlegende Verse, die den Kern des Buches bilden&#8221;</strong> (Koran 3:7) und für jeden leicht verständlich ist. Die Übersetzung spezifisch vom Koran zu trennen aufgrund der Verse die uns von der Bedeutung und der Formulierung her betrachtet verborgen bleiben ist inkorrekt. Beide Richtungen, ob dies arabisch rezitiert oder aus der Übersetzung gelesen werden enden am gleichem Ziel.</p>
<p>Der Pakistanische Gelehrte Abu A&#8217;la Maududi (gest. 1979) sagt: <em>&#8220;Wir können mit solchen Versen nicht der Behauptung gelangen, dass das ein Buch der Araber ist. Diese Verse tragen eine Botschaft wie: &#8220;O ihr Araber. Ihr habt die Möglichkeit die schöne Botschaft zu verstehen. Diese ausgezeichnete Botschaft ist ein Zeichen eures Herrn. Es wurde in eurer Sprache offenbart und habt somit keinen Grund zu behaupten, dass ihr sie nicht versteht&#8221;.</em> <strong>(Tefhimu&#8217;l Kur&#8217;an 2/ 441)</strong></p>
<p>Um zwischen der Übersetzung und dem originalen Text des Korans zu trennen werden folgende Gründe aufgrund der unterschiedlichen Formulierungen eindeutiger Koranverse angegeben: Sure 97 (al-Qadr) Vers 2:</p>
<p>&#8220;Wer hat dir mitgeteilt, was die Nacht des Schicksals ist?&#8221; <strong>(Diyanet Vakfi);</strong> &#8220;Was lehrt dich die Kraftvolle Nacht?&#8221; <strong>(Hasan Basri Cantay);</strong> &#8220;Und was könnte dich begreifen lassen, was sie ist, diese Nacht des Schicksals?&#8221; <strong>(Muhammad Asad);</strong> &#8220;Und wer wird dich lehren, was die Nacht der Bestimmung ist?&#8221; <strong>(M. Hamidullah)</strong></p>
<p>Hier geht es nicht um das Blinde nachsprechen/rezitieren der einzelnen Koranverse. Bei solchen Formulierungsproblemen die auftreten ist es nicht ausschlaggebend sich darauf zu konzentrieren buchstabengetreu die Worte wiederzugeben. Es kommt viel mehr auf die Essenz der Botschaft an die dem Menschen erreichen soll.</p>
<p>Einige Gelehrten gingen sogar weit hinaus und waren der Ansicht, dass auch eine Übersetzung als ein Koran bezeichnet werden darf:<strong></strong></p>
<p>Abdullah bin Ahmet en-Nesefi<em>(gest. 1301)</em>, der im <em><strong>sunnitischen Islam</strong></em> für seine Intelligenz und sein Wissen sehr geschätzt und geachtet wurde, kommt zu dem Entschluss, dass:<em><strong> </strong></em></p>
<p><em>Wenn der Koran außerhalb der arabischen Sprache sinngemäß übersetzt wird, ist diese ebenfalls als “Koran” zu bezeichnen.<strong> <em><strong> (Siehe hierzu Medariku’t-Tenzil)</strong></em></strong></em></p>
<p>Der<strong> Hadithgelehrte und Jurist der hanefitischen Rechtsschule Zeyla’i </strong><em>(gest. 1343)</em> vertrat dieselbe Sichtweise, fügt jedoch folgendes hinzu:</p>
<p><em>“Da die anderen Schriften (wie die Psalmen, Thora, Evangelium) nicht in arabischer Sprache geoffenbart wurden, wäre es keine Pflicht, den Koran aus dem arabischen Text zu lesen”.</em> <strong>(Vgl. Zeyla’i; Tebyinu’l-Haqaiq, 1/110-111)</strong></p>
<p>In einem anderen Koranvers heißt es: <strong>“Hätten Wir ihn zu einem fremdsprachigen Koran gemacht, hätten sie gewiss gesagt:“Warum sind seine Zeichen nicht deutlich erklärt worden?” </strong>Koran 41:44</p>
<p>Der Vers sagt explizit aus, dass Gott Sich eine andere Sprache für die Erschaffung des Korans hätte aussuchen können. Der Koran ist arabisch, weil Gott sich an das arabische Volk wendet, nicht um die arabische Sprache heilig zu erklären.</p>
<p><strong>&#8220;Zu Seinen Zeichen gehört die Schöpfung der Himmel und der Erde und die Vielfalt eurer Sprachen und Hautfarben. Darin sind Zeichen für die Wissenden&#8221;. </strong>(Koran 30:22)</p>
<p><em>“Gott hat uns die Vielfältigkeit der Interpretationsbedürftigen Koranverse herabgesandt, damit unser Verstand niemals ausstirbt und sich in einem ständigen Prozess zum </em><strong>nachdenken</strong><em> befindet. Anders würde es fatale Folgen für den Menschen haben, wenn die Religion nichts mehr hätte, wonach man an Wissen streben müsse”.</em> <strong>Muhammad Abduh – Tefsiru’l Menar 3/235-248</strong></p>
<p><strong>&#8220;Wir haben den Koran zum Nachdenken leicht gemacht. Gibt es denkende Menschen, die daraus Lehren ziehen?&#8221;</strong> (Koran 54:17)</p>
<p><strong>&#8220;Der Koran ist göttlich, seine Interpretation jedoch sind Menschenwerke&#8221;.</strong> <em>Nasr Hamid Abu Zaid. (gest. 2010)</em></p>
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